Hallo, ich heisse Singa Lu Diesner...

so sehe ich aus.

...bin Jahrgang 2004.

Endlich habe ich meine eigene Homepage und ich freue mich, dass Ihr da seid! Hier könnt Ihr verfolgen, was ich alles so mache. Wenn ich nicht bei meinem Musikunterricht bin (ich spiele Schlagzeug und Klavier), oder einem meiner vielen Hobbys, dem Re-konstruieren von mittelalterlicher Lebensweise, nachgehe, male ich vielleicht irgend ein Gemälde, oder ihr findet mich bei unseren Tieren, von denen wir unzählige haben. In L.A. gehe ich dazu noch vier mal die Woche ins Capoeira. Ich wäre sehr froh wenn ihr euch in meinem Gästebuch verehwigen würdet!

Und damit ihr immer verfolgen könnt, was ich so tue, habe ich entschlossen, diese Startseite in einen Blog umzuwandeln - noch ein Grund für Euch, hier immer mal wieder vorbeizuschauen. Bei mir ist nämlich immer viel los. Ich habe übrigens auch einen Youtube, einen Instagram, einen Google+ und einen Pinterest Account, der letzte wird allerdings bis jetzt nur für mein Mittelalter Hobby benutzt. Falls es euch auch interessiert, schaut doch einfach mal rein oder folgt mir dort.

Ps: Entschuldigung für die Reschtchraipfelller ;-)

30.6.17.

In den letzten zwei Wochen hatte ich meine ersten Living History Veranstaltungen als Darsteller. Fast zwei Jahre lang also nur als Besucher und und dann zwei Veranstaltungen mit einem Abstand von drei Tagen... Die erste Veranstaltung hies "Mittelalter auf der Schelenburg" und diese ist in Niedersachsen. Das war nicht nur meine erste Veranstaltung, sondern auch die unserer Living History Gruppe "Rustici et Nobiles" welche die Zeit um 1250 darstellt. Wulf, mein Herr aus eben dieser Gruppe, nam mich also an dem Freitag netterweise auf die Schelebnurg mit, wo wir aber erst gegen 12 uhr ankamen. Dort lagerten wir zusammen mit Tobias und Nadine Bleckert, zwei sehr guten Adelsdarstellern die das späte 13.jh in Deutschland darstellen, und Robin von Taeuffenbach, welcher das späte 14.jh darstellt. Neben uns lagerten Sororis Historiae und Furor Normannicus. Es waren noch viele andere Tolle Darsteller dort, zum Beispiel die Blidenbauer, die Gewand-Manufaktur und viele andere. Auch zwei Reiter waren dabei. Am nächsten Morgen kamen, nachdem ich Wasser geholt habe, wir Feuer angemacht haben, Frühstück gemacht und gegessen haben und alles aufgebaut haben, um 10:30 schon die ersten Besucher. Für mich war das eine tolle Erfahrung, da ich durch das Outdoor Zentrum zwar schon Erfahrung mit Besuchern habe ist das kein gänzlich neues Gebiet für mich, aber halt noch nicht so. Am Sonntag ging es dann, nach einem tollen Wochenende mit sehr viele Aktionen, zum Beispiel Modenschauen die ich zum Teil mit moderiert habe, wieder nach hause. 

Letztes Wochenende war ich dann auf der Brandenburg in Thüringen, wo mich Wulf auch wieder mit hin nahm. Dieses mal war Rustici et Nobiles Gast von ihm und Tobias. Dieses mal war es ein internes Event, das heisst ohne Besucher sondern nur mit Darstellern in einem sehr schönen Gebiet mit einer noch schöneren Burg. Wir kamen wieder am Freitag, und am nächsten Tag ging es schon los, und zwar mit einem bewaffneten Marsch bei dem ich aber nicht dabei war weil man eh nur ab 18 mitkämpfen darf, und später dann eine 24 Stunden Belagerung der Burg. Es ware alle Ordensdarsteller, das heisst Templer, Johanniter und Deutschordensritter welche die Burg verteidigtem gegen alle anderen. Ich wurde als "Läufer" eingesetzt. Im warsten sinne des Wortes... Es war zwar hart mit Polster-, Hirnhaube und gegürtetem Schwert zwischen einer Höhenburg und dem Lager hin und her zulaufen, entweder mit einem Eimer voller Wasser oder wichtigen Nachrichten von denen evtl. das einnehmen der Burg abhängte, aber es hat Spass gemacht. Und es hat sich gelohnt, nach 21  Stunden nahmen wir nämlich die Burg ein. Dann gab es noch ein Gruppenfoto und am Nachmittag ging es wieder heim. Alles in allem ein sehr schönes Event, auch wenn die Qualität der Darsteller sehr unterschiedlich war...

1.6.17.

ich bei meinem Capoeira Solo

Dieses mal habe ich eine Ausrede! Wirklich! Oh man, ich sollte wirklich nichtmehr das Datum über meine Artikel schreiben... Aber wie gesagt, dieses mal habe ich eine Ausrede! Und zwar war ich die letzten dreieinhalb Wochen in Los Angeles. Normaler weise fliegen wir ja nur im Winter dorthin, aber auch dafür das ich dieses mal schon im Mai, wo es ja hier bis vor einer Woche noch ziemlich winterlich war, in die angeneme Wärme Kaliforniens fliegen durfte habe ich eine Ausrede. Aber eigentlich ist es ja keine Ausrede wenn es (nach dem Wetter ;) (spass)) der Hauptgrund ist dass ich dort hin geflogen bin... Und zwar war ich wegen Capoeira dort. Oder eher gesagt wegen dem Batizado für Kinder, wo jedes Kind einen neuen oder ersten Gürtel griegt. Ich wollte schon immer mal dabei sein, aber bis jetzt war ich, ausser beim ersten mal, wo ich 4 jahre alt war und mich also kaum noch erinnern kann, hier in Deutschland, und mein Meister Mestre Amen und seine frau Nayla haben immer ein kleines extra Batizado für mich gemacht. Auch wenn ich ihnen dafür sehr dankbar bin, wollte ich wie gesagt mal erleben wie das "echte" Batizado jetzt ist.Da ich letztes Jahr angefangen habe ein paar der Kinder Kurse zu unterrichten und selbst die Erwachsenen Kurse nahm, meinte Nayla und Mestre Amen es sei eine Gute Idee wenn ich und 5 meiner Freunde in meinem Alter welche auch schon seit ca. 9 Jahren Capoeira machten dieses Jahr bei dem Kinder Batizado mithelfen und selbst unsere ersten Erwachsenengürtel bekommen würden. Meine Familie und ich stimmten zu und die einzige Frage war wie ich nach L.A. kommen würde. Nayla hatte die Idee Spenden zu sammeln, und überraschender Weise bekamen wir genug zusammen das ich am 5. Mai in Los Angeles Landen konnte. In den Wochen vor dem Batizado, welches am 21ten war, fühlte ich mich ein bisschen wie in einer WG, weil es waren neben Mestre Amen, Nayla und deren Tochte Jaya auch noch zwei andere Meister im Haus, welche wie ich für den Event angereist waren. Ich hatte viel zu tun, den zu den Capoeira Kursen bei denen ich half und denen die ich selber nahm kamen jetzt auch noch die Proben für das Batizado, und da meine Freunde und ich die ganze Show in gewisser hosten sollten, hatten wir besonders viel zu tun. Am tag vor dem eigentlichen Event gab es Workshops, zum Beispiel Trommeln, und eine Capoeira Roda.Dann kam das Batizado, welches sehr anstrengend war aber umso mehr Spass gemacht hat. Alles lief glatt! Am nächstem Tag, einem Sonntag, hatten wir noch eine kleine Party am Strand, und eine Woche später, letzten Sonntag, ging es für mich wieder zurück nach Deutschland.

2.5.17.

Dieses Jahr fanden ja wieder die freienfelser Ritterspiele stadt, nachdem sie letztes Jahr aus verschiedenen Gründen ausgefallen sind. Normaler weise habe ich ja nicht (mehr) viel übrig für solche Events die so gut wie nichts mit dem eigentlichen Mittelalter zu tun haben, aber für Freienfels habe ich gerne mal eine Ausnahme gemacht, da es ja nicht so weit weg ist und dort auch einige gute Händler aus ganz Europa sind. In erster Linie bin ich aber am Samstag mit meiner Mutter hin gefahren weil sie den Wulf kennen lernen sollte, einen netten Darsteller mit dem ich diesen Sommer, zusammen mit Yannick, warscheinlich auf ein paar Events fahren werde. Wir kamen also um ca. 2 uhr in Freienfels an und trafen sofort Stefan und Steffen, mit denen ich ja vor kurzem noch wandern war (siehe letzter Blogbeitrag). Nachdem wir also einmal um den Markt gelaufen sind, ich mir einen Strohhaut von gambeson.pl und eine kleine Schere gönnte und meine Mutter auch ein paar schöne Sachen kaufte, kamen wir bei einer netten Gruppe namens Rubicundi Rheni vorbei, welche mit ihrer Darstellung um 1310 garnicht mal so weit von meiner eigenen entfernt sind und wir (ich :D ) kamen in ein längeres Gespräch. Am ende schauten Wulf, seine Familie, meine Mutter und ich sich noch die Ritterspiele an, welche zwar sehr un-A aber auch unterhaltsam waren. Roderik, welcher ja letzten Frühling bei uns im Wald war, war aber leider nicht dabei. Um kurz nah 7 kamen wir wieder zuhause an. Nächstes Jahr werde ich auf jeden fall wieder hin fahren!

16.4.17.

die ganze Crew

Ich fasse es nicht, schon wieder über eine Monat lang kein Blogbeitrag und dieses mal habe ich nochnichtmal eine Ausrede! Aber jetzt hat das (hoffentlich) ein Ende, denn dieses Jahr habe ich sogar ein paar LH Veranstaltungen bei denen ich als Darsteller dabei sein werde! Die ersten zwei Internen VA's habe ich schon hinter mir, die eine war ein kleines Forumstreffen des Mittelalterforums hier bei uns über das es eigentlich nicht viel zu berichten gibt, die andere war wieder einmal eine "Gewanderung", dieses mal mit anderen Darstellern zusammen über die ich hier ein bisschen schreiben will. Die Wanderung ergab sich für mich bei dem Forumstreffen, als mir Stefan, den ich dort kennen gelernt hatte, erzählte dass er und und ein paar Freunde einen Marsch von Greifenstein nach Beilstein und wieder zurück in Authentischer Kleidung planten. Weil ich ja schon länger keine 14 Kilometer am Stück mehr gelaufen bin, und schon garnicht mit meinen neuen Schuhen von CP, die ich zum Geburtstag bekommen habe und die ich unbedingt mal ausprobieren wollte. Am ende waren wir dann nur drei Leute, aber es sollte trotzdem ein schöner Marsch werden. Stefan und Steffen holten mich also am Freitag hier im OZL ab und wir fuhren nach Greifenstein. Nachdem wir uns umgezogen hatten ging es erstmal eine Runde um die Burg, moderne Navi's halt, was uns einen extra Killometer bescherte ;), und nach ein paar komischen Blicken und einem lustigem Gespräch mit ein paar Damen die uns gefragt haben wo wir den her kämen erreichten wir die Burg Beilstein, welche zu einem Wohnheim für behinderte Menschen umgebaut wurden. Dann ging es auf einem anderen Weg zurück zu unseren Autos, welcher uns an den spärlichen Resten der Burg vorbei führte wo meine 1250er Darstellung angesiedelt ist. Am ende waren meine Beine Ziemlich erschöpft, auch wenn sich meine Schuhe, im Gegensatz zu meiner Feldflache welche undicht war und welche ich mit meinen ersatz Beinlingen flickte, erstaunlich gut gehalten haben!

7.3.17.

Stoff + Metall

Da ich ja jetzt wieder in Deutschland bin, habe ich wieder genug Material um an meinen Darstellungen zu arbeiten. Also habe ich in den letzten Tagen einige Kleinichkeiten genäht auf die ich in diesem Artikel gerne näher eingehen würde. Alls erstes habe ich meine Gromi-Ringpanzerhaube mit Leinen gefüttert, dass war aber eher aus Langeweile, wobei ich ja auch noch andere Sachen (z.B. ein paare Beinling) auf meiner Liste habe die ich dringender bräuchte, da ich ja weiss dass ich dieses unvernietete Deko-Ding bald ersetzen muss. Da aber, wie ihr wisst, "Bald" bei mir ziemlich lange dauern kann, habe ich mir gedacht, dann mache ich diese "Ringpanzerhaube" für diese, hoffentlich kurze, zeit wenigstens ein wenig bequemer. Was die Beleglage angeht, die sieht auch nicht so blendent aus. Es gibt zwar einige Hinweise auf gefütterte Hauben, z.B. an den Gräbern von WIlliam Marshall und seinen Söhnen, und es gibt afaik auch irgendwo einen Fund einer solchen welche Fragmente von Leinen aufweist, aber mehr auch nicht... Was den Schnitt angeht, dieser ähnelt der einer einer Gugel ohne Zipfel, allerdings in dem Fall nur mit einer grossen Gere vorne (ob dass so "A" ist weiss ich allerdings auch nicht...). Genäht habe ich mit Leinengarn und einer Kappnaht, bzw. dem Vorstich (Steppstich) um es an der Ringpanzerhaube zu befestigen.

Die andere Kleinichkeit die ich erweitert habe ist mein Mi-Parti Surcot. Der war ja eigentlich schon fertig, aber ich habe mir überlegt dass ich die Ärmelausschnitte mit etwas Fell verbrähme, wie man es z.B. in der Weingartner Liederhandshrift sieht, wobei es sich bei diesem Beispiel auch um eine Cotte handeln könnte mit Pelz auf der Naht, was ich aber für unwarscheinlich halte da dies in keiner anderen mir bekannten Quelle gezeigt wird. Benutzt habe ich weisses Hasenfell, natürlich reycled so dass keine süssen Häschen für mich sterben mussten. Mit dem endergebnis bin ich relativ zufrieden, die Verbrähmung verleit meiner meinung bach dem ganzen Kostüm (ja, ich sage Kostüm und nicht "Gewandung") ein viel nobleres aussehen!

21.2.17.

meine neue Cotte

So. eines meiner Winterprojekte ist fertig; eine Wollene Cotte nach Vorbildern von 1250 (siehe neben). Sie ist zwar schon seit ein paar Wochen fertig, aber ich habe irgendwie keine zeit gefunden einen Beitrag zu schreiben, was u.a. daran liegt das wir am Samstag wieder nach Deutschland fliegen und desswegen gerade ein bisschen viel zu tun haben. Aber jetzt ist es ja soweit. Also kommen wir gleich zum wesentliche: wie gesagt ist die Cotte nach Vorbildern aus der Mitte des 13ten Jahrhunderts genäht, vorallem natürlich Abbildungen, wie zb diese, diese oder diese hier welche Praktisch genau meine Cotte an einem Kind mehr oder weniger meines Alters zeigen, weil es nicht sooo viele Funde aus der zeit Gibt (der Bocksten Mann datiert gut 100 jahre später und Skjoldehamn ein paar Jahrhunderte Früher). Trotzdem gibt es genug Quellen um eine Cotte ziemlich genau zu Rekonstruieren, auch weil sich der schnitt zwischen ca. 1200 und 1325 nicht viel geändert hat. Ich könnte die Cotte also auch noch für meine andere Darstellung (1320) benutzen. Eine änderung war dass im Laufe des 13.jhdt's die sogenannte Fibel durch den Knopf ersetzt wird. Wärend um 1250 noch so gut wie alle Halsausschnitte mit Fibeln und Fürspännen verschlossen wurden, ich kenne gerade mal einen Beleg für Knöpfe aus der zeit und der ist Französisch, sieht man 70 Jahre späterpraktisch nurnoch Knöpfe. Eine weitere Sache die sich geändert hat waren die Ärmel. Wärend es um 1250 gerade erst in Mode kommt den Ärmel einzusetzen und die Ärmelnaht noch hinten zu versetzen ist das um 1320 schon gängig und um 1350 sieht man fast nichts anderes mehr. Ich habe also Die Cotte ähnlich gestaltet wie diejenigen die ich zuvor gemacht habe, mit Ausnahme der eben genannten Details. Was ich auch geändert habe ist das ich seitlich der "Reit"schlitze jeweils noch einmal eine kleine Gere angenäht habe, um dem ganzen nochmal ein wenig Weite zu geben und dass ich mit Hanf- anstadt Leinengarn genäht habe

24.1.17.

Lederbeutel nach funden aus Schleswig

Hier in LA hat es geregnet! Und zwar fast die ganze letzte Woche! Genau das richtige Wetter zum basteln, und angespornt durch einen sehr interessanten Blogbeitrag der Living History Gruppe "Sorores Historiae"  machte mich am Sonntag an einen Lederbeutel nach Funden aus Schleswieg, welche meines Wissens nach auf das 13te Jahrhundert datieren, ähnliche Rechteckingen Beutel lassen sich aber gesichert vom 10ten bis ins 15te jhd. nachweisen. Die Beutel aus Schleswig sind in der Regel ungefähr 12-13cm, hoch und 18-19cm breit, es gibt aber beispiele von Beuteln die hochkantig sind (zb Schleswig nr. 1488), ich habe mich für die erstere und wohl verbreitere Variante entschieden. Entgegen den Beuteln die man oft an Darstellern sieht waren fast alle Beutel im 13ten jhd. rechteckig und nicht unten abgerundet. Sorores Historiae hat in ihrem Blogbeitrag schon alle Vertigungsschritte sehr schön beschrieben, und da ich es ziemlich genau so gemacht habe werde ich hier nicht näher auf die Schritte eingehen. Das einzige was ich abgewandelt habe ist das ich Hanf anstadt Leinengarn verwendet habe und das die Farbe anders ist. Die Farbe ist zwar chemisch gefärbt, entspricht aber einer Historischen Färbung. Eigentlich stand der Beutel ja nicht auf meiner mach-ich-im-Winter-Liste, aber ich habe irgendwie noch keine Lust ein grösseres Projekt anzufangen, und einen Beutel kann man immer gebrauchen. Der Reenactor ist halt bekanntlich ein Beuteltier... Diese art Beutel wurde von Männern und Frauen zum aufbewahren kleiner Gegenstände wie zb Geld benutzt, da die damalige Kleidung keine eingebauten Taschen hatte. Anders zu der art Beutel die man normaler weise als Almosenbeutel beziechnet sind die Schleswig-Beutel nicht sonderlich viel verziert (manche haben unten kleine Lederstreifen die man als eine art Tasseln interpretieren könnte) und sie sind aus Leder, wärend Almosenbeutel normalerweise aus Stoff sind. Aber die Grenzen sind sehr verwischt, eben auch weil Almosenbeutel ein Moderner Begriff ist welcher in zeitgenössichen Quellen nicht vorkommt.

16.1.16.

auser dem Photo im Hintergrund war alles sehr schön ;)

Ich habe ja hin und wieder Konzerte, nicht gross aber immerhin, irgendwo muss man ja anfangen. Manchmal spiele ich bei uns zu Haus (entweder im OZL oder im Sanni Circle) oder Musiker-Freunde von mir nehmen mich mit. Am Samstag war es mein Schlagzeuglehrer Christo hier in LA der mich mit zu einem seiner "Gigs" nahm. Eher gesagt sogar zu zwei, weil wir spielten erst in Downtown für die Standing Rock Bewegung (ich habe übrigens ein Lied dazu geschrieben, hört gerne mal rein) und danach im Unurban Caffe in Santa Monika. Wir fuhren also um ca. halb eins Los, nachdem ich vom Capoeira gekommen bin wo ich unterichtete und nach vierzig minütiger Fahrt kamen wir in Downtown an, wo wir erstmal alles ausräumten und aufbauten. Eigentlich sollte der Event um drei Uhr anfangen, aber weil gleichzeitig eine Filmcrew einen Film in dem Gebeude drehte und wir desswegen keine Musik machen konnten wurde der Anfang von drei auf vier verschoben. Nachdem ein paar leute Reden gehalten hatten beginn die Musik, und nachdem eine (mit einem sensationellen Sitarspieler!) und danach ein richtig Guter 13 Jähriger Flötenspieler zwei seiner Stücke vorgetragen hatte ging ich mit Christo und seiner band auf die Bühne. Wir spielten ein paar Stücke und danch mussten wir uns Beeilen, da wir so schnell wie Möglich nach Santa Monkia kommen mussten. Dort angekommen erwarteten uns schon ein paar Musiker mit denen ich schonmal vor ein paar Woche gespielt hatte, unteranderem ein Gitarrist von Rod Stewart. Meine Famielie und meine Grosscousine Jenny, die am gleichen uns Tag aus Deutschland besuchen kam, kamen später dazu. Nach ein paar richtig coolen Liedern und einer schönen zeit machten wir uns auf den Heimweg.

31.12.16

Gruppenbild in der ersten Woche

So, mehr als ein Monat rum und immer noch kein gescheiter Blogbeitrag (die Vorstellung meines Albums gilt nicht wirklich), klar, dass die Besucherzahlen auf dieser Seite stetig nachlassen. Aber jetzt habe ich wieder was, worüber ich schreiben kann: und zwar war ich in den letzten zwei Wochen Co-Trainer in einem Wintercamp, welches von meiner Capoeira-Gruppe Capoeira Batuque und Sensei Alvin bzw. von BBCC organisiert wurde. So bin ich fünf mal die Woche um 8:30 mit dem Fahrrad (bzw. ab Weihnachten mit meinem brandneuen Penny-Board) los gefahren, um von neun Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags den Tag zusammen mit anderen Helfern, den Trainern und immer etwa 10 - 30 Kindern zwischen 6 und 12 Jahren als Volunteer im "Movement and Mindefullness Camp" zu verbringen. Der Name war Programm: neben Classes wie Parkour, Capoeira, Karate und Tanz, gab es auch Workshops zu Origami, Afro-Brasiellanischem Trommeln, Yoga und Kunst. Ab und zu gingen wir auch in einen Park nebenan, wo die Kinder sich austoben konnten. Ich habe ein paar neue Freunde gefunden und vor Allem kenne ich jetzt die Namen der Kinder, was von Vorteil ist, wenn man sie jetzt auch sonst drei mal die Woche unterrichtet... Auch wenn ich nachdem ich nach Hause kam immer sehr müde war, könnte ich das locker noch ein Woche machen und ich freue mich schon auf nächstes Jahr, denn es hat mir sehr viel Spass gemacht und ich habe viel gelernt.

Ach ja, ich hätte es fast vergessen: auch wenn es jetzt in Deutschland schon 2017 ist, wünsche ich euch allen noch ein frohes neues Jahr!!

13.12.16.

mein Album-Cover

Mein erstes Album ist draussen! Es beinhaltet die 15 Lieder die ihr euch schon hier anhören könnt, plus ein Bonus Lied welches ihr noch nicht kennt! Das Album könnt ihr euch auf Soundcloud und Bandcamp kostenlos  anhören, Ich würde mich sehr freuen wenn ihr alle mal vorbei schauen würdet! Ab April wird es warscheinlich auch auf I-Tunes und Spotifi verfügbar sein. Ein paar Musik Richtungen von denen ich Inspiriert wurde sind Rock, Pop. Rap und Reggae, es ist also viel gemischt und es sollte für jeden was dabei sein ;) ! 

Viel spass!

22.11.16.

dana und ich in der Roda

dass ich schon länger nichts mehr geschrieben habe liegt daran das wir vor einer Woche wieder nach LA geflogen sind wie diejenigen unter euch die mir auf Instagram folgen warscheinlich schon wissen werden. Eine der wenigen Sachen auf die ich mich gefreut war, ausser dem deutlich besserem Wetter natürlich, das Capoeira. Für alle die nicht wissen was das ist, hier einfach mal ein Link zu Wikipedia.Wir hatten schon letztes Wochenende eine Grosse Veranstaltung im BBCC, und zwar Zumbi-day, eine Feier zu ehren eines Brasilianischen Freiheitskämpfers nahmens Zumbi. Irgendwie bin ich heut Faul, desswegen hier einfach nochmal ein Link zu Wikipedia. Auf jeden fall ging es schon am Freitag mit einem Capoeira-Workshop los, auf den dann grad schon eine Roda (siehe Wiki ;) ) folgte, in der es richtig zur sache ging. Und ich war obwohl ich noch noch an die Deutsche zeit gewöhnt war wieder hellwach (in Deutschland war es zu der zeit 4 uhr morgens). Am nächsten tag gab es wieder eine Roda, aber auch verschiedene Workshops, von Trommeln, Maculele (Wikipedia) und natürlich Capoeira. Nach neun Monaten ohne Capoeira, mit ausnahme von ein paar Tagen (siehe Blogbeitrag vom 15.9.) hatte ich aber nach danach gehörigen Muskelkater... Am abend gab es dann eine Talentshow mit Potluck-Dinner, wo ich zusammen mit einigen Musikern, darunter unser Freund Aleks auf meiner djembe jamte. Am Sontag nam ich dann versehentlich an einem Capoeirakurs für fortgeschrittene Erwachsene teil, und danch waren meine Muskeln endgültig am ende. Wer lesen kann ist besser tran... Ausserdem gab es abgesehen von einer "Panel-Discussion" ein Samba und ein Afro-Brasilien Dance Kurs, ich nam aber an allem drei nich teil und verbrachte den Nachmittag lieber bei einer Freundin von mir. Wie immer ein sehr schönes Event, auch wenn es dieses mal keine Theatervorführung wie in den letzten jahren gab.

 

7.11.16.

Der Winter steht an und zig Projekte warten darauf verwirklicht zu werden

da ich schon seit zwei Wochen nichts mehr gepostet habe ich aber immernochnichts interessantes habe über das ich hier schreiben könnte, dachte ich mir ich mache euch einfach mal mit meiner "mach ich im Winter"-Liste bekannt.

hm, dann wollen wir mal überlegen...

- zwei paar Beinlinge, die alten müssen unbedingt ersetzt werden (Maschienengenäht, mit Steg und passen nicht gut),

- neue Cotte für die neue 1250er Darstellungen, kniehlang mit schlitzen an Ärmeln und Halsausschnitt,

- Gabelseitenbrettsattel fertig bauen (in zusammenarbeit mit einem erfahrenen Sattelbauer),

- evtl. ein Garde-Corbs bzw. Schlüpfärmelsurcot,

- evtl. eine kleine Hybridenblide :D , mal schauen obs was wird,

- evtl. Diechlinge, muss ich erst guckenwas die Quellen hergeben,

dazu kommen dann warscheinlich noch allerlei Einkäufe, Tausch- und kleinere Projekte, die Liste wird sich voraussichtlich auch noch wärend des Winters ändern.

23.10.16.

ein Mitglied der IG Wolf und ich hinter einem der vielen Handwerksdisplays

vor ein paar Stunden bin ich von meiner letzten Veranstaltung als Touri zurück gekommen. Und zwar hat die IG Wolf e.v., wie jedes Jahr, die wunderschöne (wenn auch im heutigem Zustand aus den 16.jh) Ronneburg belebt. Die IG Wolf, welche ich ja dieses Jahr schon beim Historischen Handwerkermarkt Lich (Blogpost vom 30.4.) getroffen hatte, ist ein Verein mit ca. 30, über halb Europa verstreuten Mitglidern der die Zeit um 1192 darstellt. Auch wenn das deutlich vor meinem Haubtinteressengebiet (1320) liegt ist es immer wieder schön auf Veranstaltungen von diesem sehr anspruchsvollem Verein zu gehen. Dieses mal belebten sie wie gesagt mit ein paar Mitgliedern den Burghof Räumlichkeiten Ronneburg, welche etwa eine Stunde von uns entfernt liegt. Doch ich und Jenny, meine alles-mitmach-Cousine waren nicht die weitesten Gäste; neben einem Darsteller aus Italien ist auch Yannick extra aus Luxemburg angereist um sich die Belebung anzuschauen und mich kennen zu lernen. Dort konnte ich ihm auch gerade die Tischböcke geben welche ich für Ihn nach verschiedenen Vorlagen gefertigt habe (so ähnlich wie die die ich im Blogpost vom 26.5. beschrieben habe). Auch Oli aus Frankfurt konnte ich in der Ronneburg kennen Lernen, mit Ihm und Yannick habe ich nämlich vor ein paar Wochen die "IG 1250" gegründet. Ich kam also um 12 dort an (eigentlich war 11 geplant) und ging erstmal in die Küche, dem wärmsten Ort der Burg, wo gekocht und Geräuchert wurde. Im Raum neben an wurde gerade ein Dreickschild mit Eitempera auf Kreidegrund bemahlt, und Monika Megner erklärte sehr interessante Fakten über Farben im 12.jh. Im gleichen Raum wurde auch an einem Halbkreismantel genäht und auf ein Leinentuch gestickt. Draussen auf dem Hof, wo auch das neben zu sehende Bild entstand, wurde an einem Kochöffel geschnitzt, an einer Messerscheide genäht und Carlo Niato, welcher übrigens auch eine ausgezeichnete Bischofsdarstellung hat welche ich in Lich bewundern durftestellte Gebdendenadeln aus Messing her. Zu Mittag assen wir auch in der Burg, die besitzt nämlich auch ein Restaurant. Ein paar Stunden später ging es auch schon wieder nach hause. Alles in allem war es meiner meinung nach eine sehr schöne wenn auch kleine Veranstaltung in einer der schönsten Burgen Hessens.

16.10.16

So, endlich komme ich mal wieder dazu was zu schreiben. Mein Freund aus Aachen ist nämlich gerade hier und desswegen sitze ich ausnahmsweise mal nicht den ganzen Tag vorm Computer ;) ... Gestern war ich mit ihm unterwegs, und zwar im Münsterland. Und zwar hat mich am Freitag ein Freund von mir, ein ehemaliger Lehrer, angesprochen ob ich nichtmal wieder mit im eine Tour mache wolle. Ich stimmte zu und so wurde ich am nächsten Tag um kurz vor Acht von ihm abgeholt. Nach einer 3-stündigen fahrt (kleine Pause an einer Tankstelle eingeschlossen) kamen wir an unserem Haubtziel, dem Museum und Park Kalkrise, an und nachdem wir uns die Karten gekauft und uns ein bisschen in dem Museumsshop umgeschaut hatten gingen wir in das eigentliche Museum welches sich mit der bekannten Varusschlacht um befasst. Diese Schlacht zwischen verschiedenen Germanischen Stämmen angefürt von einem gebürtigem Cherusker welcher von den Römern Armenius genannt wurde (der gebürtige Name ist leider nicht überliefert) fand um 9 n.chr. warscheinlich an diesem Ort stadt. Man weiss es nicht genau, aber der Ort wo das bekannte Hermannsdenkmal aus dem Historismus steht war es sicher nicht. Jedenfalls wurde der damalige Statthalter von Germanien, Puplius Quinctilius Varus, von diesem Armenius und seinen Verbündeten in eine Falle gelockt welche 3 Legionen samt Tross das Leben kostete. Die Schlacht ist deshalb so wichtig weil das von den römischen geschichtsschreiber so genannte freie Germanien sonst vielleicht Römische Provinz geworden wäre was vieles verändert hätte, und weil es das einzige Antike Schlachtfeld ist auf dem man so viele Rüstungsteile, Waffen und Alltagsgegenstände gefunden hat. Das Museum ist auf jeden fall sehr Interessant auch weil man in dem dazugehörigem Park einen Teil des Weges nachlaufen kann welchen die Römischen Legionen vermutlich im jahre 9 n.chr. lang Marschiert sind. Ausserdem ist dort ein teil der von den Germanen gebauten Wallanlagen wieder aufgebaut und ein kleines stück Land wurde sogar in einen kleinen Sumpf zurück verwandelt, so wie sie zur zeit der Schlacht in der Gegend überall verbreitet waren. Nach diesem Besuch in diesem äusserst sehenswertem Museum schauten wir uns auf dem Heimweg noch das sogenannte Neanderthal-Museum im gleichnamigem Tahl an, welches sich mit unseren vorfahren beschäftigt, von Miss Lusi über Homo Erectus bis hin zu den Neandertahlern, welche den Haubtaugenmerk dieses Museums Bilden. In der Gegend in der es liegt wurde nämlich der erste Fund eines Neandertahl-Schädels gemacht. Auch wenn beide Zeitstellungen nicht meinem Primären interessen Gebiet angehören, war der Ausflug wirklich sehr Interessant!

2.10.16

mein erstes Musikvideo! Sieht man auch an der Quali... Tut mir leid, ich bin da noch nicht so geübt und habe den song nur mit Garage-Band erstellt (am Anfang der Tritten Strophe ist ein riesen Fehler, hört man auch). Ich hoffe euch gefällt trotzdem ein wenig. Weitere und hoffentlich bessere werden folgen. 

https://youtu.be/JHTY_iQRSLg

30.9.16.

meine interpretation einer Mittelalterlichen Steinschleuder

Es scheint ja gerade trent zu sein über Steinschleudern zu Disskutieren, sie zu Rekonstruieren und dann Vorzustellen. Also habe ich mich gleich auch mal angeschlossen. Ich besitze ja schon länger so ein schönes Teil, allerdings mit einer Tasche aus Stoff. Der Blogeintrag von Rotschopf brachte mich auf die Idee diese durch eine Lederne zu ersetzen, da dies auch durch diverse Funde aus Schleswig belegt ist. Ich habe zwar noch kein Foto von dem Original gesehen, aber ich habe jetzt einfach mal einer erfahrenen Darstellerin vertraut und meine Konstruktion an ihr Foto angelehnt. Zu dieser und die Beleglage für Steinschleudern hat Agnes eigentlich schon alles gesagt. Den Blog und die Seite der IG 14.jh generell kann ich auch sonst sehr empfehlen, es sind immer wieder sehr interessante Beiträge dabei. Für die Riemen habe ich wollgarn genommen welches ich einfach verflochten habe. Ich habe mal wo gelesen das es am Praktichsten ist die Schleuder so lange zu machen das sie gerade so den Boden berührt, also habe ich es so umgesetzt. Das deckt sich auch mit einem Grossteil der Abbildungen. Ich weiss nicht ob diese Waffe für meine Darstellung eines Pagen überhaubt in frage kommt, aber ich gehe einfach mal davon aus, auch wenn es jetzt vielleicht nicht die aller Ehrenhafteste Waffe für einen Adeligen war... 

28.9.16.

meine neue Adels-Cotte

Hier soll um die Cotte gehen welche ich schon vor ein paar Wochen angekündigt habe und von welcher sich sicher manch eine schon dachte dass sie garnicht mehr entstehen würde.  Aber jetzt, nach einer langen Wartezeit bis der Stoff und die Knöpfe endlich ankamen und einer noch längeren Wartezeit bis ich endlich mal zu potte kam (das nähen an sich geing dann eigentlich ganz schnell), ist sie endlich fertig. Für alle die noch nicht so recht wissen was eine Cotte überhaubt ist; schaut euch doch mal in meinen Artikel und den Blogeintrag vom 3.8. rein. In letzterem habe ich schonmal ein paar Quellenangaben vorweggenommen und ein paar grundlegende Sachen geklärt. Es wurde also eine knöchellange grüne Cotte nach diversen Bildquellen und Funden von ca. 1320. Die als vorlage genutzten Funde können alle dem Nockert Typ 5 zugerordnet werden. Anders zu dem Example-Foto auf dem Link habe ich die Ärmelnaht nach hinten versetzt wodurch die Geren (die "Keile" zum erweitern des Torsos) oben direkt am Torso anliegen und die Ärmel-Geren nicht berühren. Diese Vorgehensweise kam im laufe des 13.jh's in Mode, mit der Zuhname der geknöpften Unterarme, und da es eine Adels-Cotte für 1320 werden soll habe ich es auch so gemacht. Um Mittelalterliche Schnitte zu verstehen muss man kapiern das Stoff damals (oh man... Was für ein Gromi Begriff) viel mehr Wert war als heute. So wurden Stoffsparenende Schnitte angewandt, am meisten Vierecke und Dreiecke. Man kann zum beispiel bei vielen erhaltenen Kleidungsstücke sehen das viel gestückelt wurde um auch noch das letzte fitzelchen, und sei es nur als Stoffknopf, zu verwenden. Selbst der Adel mache da keine Ausnahmen. Die Messingknöpfe, von denen ich an den Armen und dem Halsausschnitt je 5 verwendete, wurden laut dem Hersteller nach vorbildern aus dem 13ten-14ten Jahrhundert gefertigt. Um die ausgaben für die Cotte noch in meinem Budget zu halten habe ich auf ein Futter verzichtet, was sich aber auch mit vielen Abbildungen aus dem 13ten und frühem 14ten Jahrundert, vorallem von Kindern deckt. Also musste ich mir für den Halsausschnitt was überlegen weil ich ihn nicht einfach mit Futter zusammen nähen und dann verstürzen konnte, und Nikolaus wies mich schliesslich darauf hin das es Erhaltene Kleidungsstücke mit Kragenblende aus London gibt. Vielen Dank nochmal dafür. Den Ärmelsaum habe ich so gestaltet das ich den Ärmel einfach ca. 5cm zu lange gemacht habe und dann nur bis ca. 10cm vor der Kante zugenäht habe. Dann konnte ich die überstehenden 10cm einfach bis zu ihrer Hälfte  umschlagen, dann an den Seiten zusammen nähen und verstürzen so das gleichzeitig ein 5cm langer Schlitz für den Knopfverschluss entstand. Der Bodensaum wurde einfach umgeschlagen und mit Überwendlingsstich gehaftet, wie es bei den Funden von Herjolfsnes mehrfach nachgewiesen ist. Die ganze Cotte wurde mit Leinengarn im Rück- und Überwendlingsstich per Hand genäht.

EDIT: ich habe mal ein kleines YT Video zu der Cotte gedreht, gerne Liken, Kommentieren und Abonieren; https://www.youtube.com/watch?v=Kqky5sq9x4E

15.9.16.

wie ihr vielleicht schon wisst fand bei uns im Outdoor Zentrum letzte Woche unser alljähriges Mannifest stadt. Wie letzte jahr kamen auch dieses mal wieder viele Capoeiristas und Kampfsportler aus der ganzen weld (Australien, Deutschland, USA Brasilien etc.) zu uns in Wald, u.a. namenhafte Personen wie Mestre Boa Gente, Mestre Amen, Pfofessor Soldado und viele mehr. Auch unser freund Aleks aus Los Angeles war wieder dabei. Wärend einige schüler aus Hamburg schon letzte Woche Mittwoch uund Aleks sogar noch früher angereist kamen, kamen der Grossteil der Meister erst Donnerstag als der Event offiziell startete. Aleks, die Hamburger und ich hatten aber schon den Abend zuvor viel Spass. Donnerstag bis Sonntag hatten wir dann verschiedene Workshops, von Maculele üner Trommel- Workshops bis hin zu richtigen Campoeira-Stunden. Am Donnerstag Abend gabs dann eine Capoeira Vorfürung, bei der ich wegen meiner hand (hatte sie vor ein paar wochen gebrochen) eigentlich nicht mit machen durfte (laut arzt) es aber trotzdem getan habe. Hat Spass gemacht :D . Samstag abend gings dann aber erst richtig los, Aleks und ich hatten zwar schon davor ein paar... ok viele Jamsations davor und danach, aber das war der höhepunkt. Hat auch spass gemacht :D . Ausser uns spielten auch noch andere Bands und Musiker, zb Carsten Breuer und Fred and Val. Auch unser Freund Reihnhold war wieder da und verkaufte an seinem Stand seine handgemachten Messer. Sonntag machte er sich wieder an den Abbau und auch die ersten Mestres machten sich wieder auf den Heimweg. Boa Gente, Amen und Zoi fuhren am Montag und Aleks bleib noch bis Mittwoch. Es war eine sehr schöne Veranstaltung und ich freue mich das ich wenn ich wieder in LA regelmässig (4  mal in der Woche) bei Amen ins Training gehen kann.

22.8.16

mein 1250er Outfit

Es ist so weit: Ich bin dabei mir eine zweite Darstellung aufzubauen. Sascha und Andrej werden sicherlich enttäuscht sein wenn sie lesen das es weder eine 1192er noch eine 1475er Darstellung ist, weil sie hatten mich eigentlich soweit dass ich gesagt habe wenn schon eine zweite, dann eine aus einer dieser beiden Epochen... Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ;) ! Ich mache jetzt neben 1320 auch 1250, wobei ich mein haubtaugenmerk immernoch auf 1320 haben werde, so plane ich bei der neuen auch keine Militärische sondern eine rein zivile Darstellung. Jetzt werdet ihr euch sicherlich fragen warum ich mir die mühe machen will nochmal bei einer anderen zeit von vorne anzufangen (obwohl sich jetzt in den 70 jahren nicht sooo viel verändert hat wie z.B. 1320-1390). Nun, mein Brieffreund Yannick aus Luxenburg hat auch zwei Darstellungen, unteranderem die eines Knappen um 1250. Und er hat mich so lange beschwazt bis ich eingesehen habe das es um 1250 mindestens so schön ist wie um 1320... naja, sagen wir fast so schön :D . Um noch eins drauf zulegen hat er mich gefragt ob ich Gründugsmitglied einer Gruppe werden will, welche einen Ritter mit Gefolge um 1250 Darstellen wird. Ich konnte mein glück kaum fassen und stimmte sofort zu. So schnell kann das gehen... Wie gesagt muss ich auch nicht meine Komplete ausrüstung behalten, man kann z. B. die kleidungsstücke die ich hier aufgefürt habe im Groben (!!) auch noch 70 jahre früher verwenden. Auch von meinen Möbeln kann ich einiges in beide Darstellungen mit einbauen. Wärend mein Grosser (siehe Blogpost vom 20.5.16.) und mein kleiner Schrank (s. 8.6.16.) sowie mein Scherenstuhl (3.6.16.) und mein Tisch (26.5.16) ausschliesslich auf (eine) Quelle(n) aus dem 14.jh beruhen, ist mein Bett,meine Frontstollentruhe (7.5.16.), mein "Thron" (11.7.16.), meine Seitenstollentruhe und mein Schreibpult ziemlich zeitübergreifend (wenn man von sagen wir 1200-1330 ausgeht). @ Sascha und Andrej: vielleicht wird es ja doch noch was mit einer dritt- oder sogar noch einer Viertdarstellung, werweiss... Irgendwann...

9.8.16.

Ich habe gerade ein paar meiner Lieder Hochgeladen (unter "Musik" -> "Klavier/Piano" und "Musik" -> "Schlagzeug") welche ich Geschrieben und mit GarageBand aufgenommen habe. Hört doch mal rein! Die Lieder mit nur Perkussion und Vocals sind imho zwar noch ein bisschen Langweilig, aber die griege ich auch noch afgepeppt ;) ! Ich find auch noch einen Besseren weg sie hier zu presentieren, so wie jetzt ists ein bisschen blöd... Ihr könnt gerne auf meinem Gätebuch ein Komentar bez. der Lieder abgeben! Eigentlich kann ich nicht singen, desswegen klingt bei einigen Aufnahmen meine Stimme auch nicht besonders schön... Ich bin auch nicht der beste GarageBand-Nutzer, mache es nur manchmal nebenbei, Live hört sich dass eindeutig besser an... Hoffe euch gefällt es trotzdem!

8.8.16.

meine neue Mütze

Jetzt wo ich die knöpfe und den Stoff für mein neues Projekt bestellt habe, heisst es warten. Die zeit habe ich genutzt eine neue alte Handarbeitstechnick auszuprobieren: Das Nadelbinden . Im grunde genommen ist es eine Technick in der man mit hilfe einer ca. 10cm grossen, einer Stricknadel ähnelden Nadel und endlichen Fähden eine Struktur bildet welche auf den ersten Blick wie Häkel- oder Strickwerk aussieht. Die Technick an sich ähnelt aber eher dem nähen. Eine genauere Beschreibung gibt es bei Flinkhand. Wärend sich dass stricken erst im 13ten und Häkeln erst ab 1800 nördlich der Alpen nachweisen lässt, ist das Nadelbinden in Dänemark um 4200v.chr. und in Israel schon um 6500v.chr. belegt. Bis ins Spätmittelalter hinein war es eine beliebte technick um Mützen, Socken etc. herzustellen. Erst im laufe des 14.jh's wurde es zunehmend durch das Stricken verdrängt, weil letzteres einfach viel schneller geht da man mit Endlosfäden arbeiten kann. Dafür sind Nadelgebundene Sachen haltbarer weil man die Fähden, im Gegensatz zum Stricken oder Häkeln, nicht nur miteinander Veschlingt sondern verknotet. Desswegen wird die Technick in Skandinaviechen Ländern noch heute ausgeübt. Jedenfalls wollte ich dass mal ausprobieren und habe mich nachdem ich die Anleitung von Flinkhand gelesen und ein paar probestücke gefertigt habe an eine einfache Wollmütze im sogenannten Oslo-Stich gewagt. Als Vorbild diente mir eine auf 1235 datierte Abbildung am Elisabethschrein in Marburg. Ich habe zwar keine Belege für solche Mützen im 14.jh, gehe aber davon aus dass es sie auchnoch um 1320 gab. Es gibt mehrere erhaltene Handschuhe die Belgen dass Nadelbinden auchnoch im 14ten Jahrhundert verwendung fand. Meine Interpretation besteht aus Braunem Wollgarn, ganz oben habe ich einen Gringel aus grüner Wolle mit eingebaut, welchen man aber auf dem Foto nicht sieht. Ist wie geagt meine Erste, es gibt also noch viele kleine Fehler, da muss ich noch ein bisschen üben...

3.8.16

die naht meiner Gugel (inzwischen kann ichs regelmässiger)...

Nachdem ich dass projekt "Wagen um 1320" so ziemlich in den hintersten Winkel meines Unterbewustseins geschoben habe ich es aber nicht lassen kann immer irgendetwas zu basteln (am beste was für meine Living History Darstellung), habe ich mir was neues ausgedacht: eine Cotte. Meine alte wird mir nämlich langsam zu klein und ausserdem genügt die nichtmehr meinem aktuellen Anspruch an Authentizität. Wärend manch einer vlt. weiss wie dieses Kleidungsstück aussah bzw. was das überhaubt ist, werde ich es für die anderen mal Kurz erklären: die Cotte, auch Kittel genannt war die Haubtoberbekleidung des 13ten und frühen 14ten Jahrhnderts. Im Prinzip war es ein T-shirt ähnliches kleidungsstück welches, wie alles im Mittelalter, aus einem Stoffsparendem Schnitt bestand. Konkret waren es einfach ein vorder- und ein Rückteil, an welche dann arm an- oder ab dem späten 13.jh auch eingesetzt wurden. Um den unteren Teil zu erweitern wurden sogenannte Geren eingesetzt, dreieckige Stoffkeile die aus einem Rechteck geschnitten werden konnten. Die Cotte der einfachen Leute oder die Alltagskittel der Adeligen waren etwa Kniehlang, zu representativen Zwecken wurden meisten Knöchellange exemplare getragen. Ich werde meine auch etwa Knöchellang machen, so das sie diversen Abbildungen, zb aus dem Codex Manesse gleicht. Bei dem Schnitt werde ich mich an dem Nockert Typ 5 orientieren, welcher durch verschiedene Funde belegt ist. Nun zum material: meine alte Cotte war aus Leinen. Nach aktuellen vorschungsergebnissen meinerseits hat sich aber herausgestellt das es keine Funde von Leinener sondern nur von Wollener Oberbekleidung liegt. Dies könnte auch daran liegen dass sich pflanzliche fasern wie Flachs, welcher für die Herstellung von Leinen benutzt wird, nicht so lange wie Tierische im Boden halten. Aber abgesehen davon ist Wolle auch viel prakticher da es zusammen mit leinener Unterbekleidung ein Optimales verhältniss bildet. Ich habe mich also für grüne Wolle antschieden. Grün desswegen, weil es wie gesagt eine Cotte für meinen Sonntagsstaat werden soll und grün eine teure farbe war weil man sie nicht mit einem zug ereichen konnte. Entsprechend habe ich den verschluss gewält: nach neuster Mode an den ärmeln und an dem Hals je fünf Messingknöpfe von Aurifabrum . Mehr verate ich jetzt nochnicht, dass Ergebniss werde ich in den nächsten Wochen hier vorstellen!

26.7.16.

meine (fehlerhafte) rekonstruktion eines Sonntagsstaats

In Den letzten beiden Wochen habe ich viel genäht, und hier möchte ich nun mein ergebniss vorstellen: einmal ein Tasselmantel und ein Surkot (siehe Bild). Bei dem neben zu sehendem Bild sind mir einige Fehler unterlaufen, aber mehr dazu später. Ich hatte noch etwas Stoff von meiner (Leinen) Cotte übrig, und dachte mir der ist zu schade um einfach in der Ecke zu liegen. Ich wollte schon immer mal einen Tasselmantel haben, damit ich neben meinem Thron nicht allzu mickrig wirke... Also fix diverse FB-Gruppen abgeklappert und siehe da: bei einer wartet ein wie für meine Zwecke gemachter Roter Wollstoff, in kräftigen Farben wie man es von einem Reoresentativen Mantel erwartet. Drei tage später kam er dann hier an, und er war ebenso schön wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Also habe ich die Stoffe zugeschnitten, und habe mich dabei an die Masse des Bogsten-Mantels gehalten. Einem ausgewachsenen Man ging der Mantel wohl knapp über die kniehe (vergleichs-Abbildungen aus der Heidelberger Liederhandschrift gibt es), bei meiner geringen grösse viel er jedoch bis zu den Knöcheln, wie man es auch auf Abbildungen sieht. Als verschluss habe ich ein einfaches Lederband gewählt welches durch zwei Nesterllöchern am Rand gefürt wird. Nun zum Surkot und den restlichen sahcne neben auf dem bild: mein neuer Surkot besteht aus Roter und Brauner Wolle in Mi-Parti und ist mit weissem Leinen gefüttert. Vorlage waren abbildungen aus der Weingartner und der Heidelberger Liederhandschrift sowie aus dem Wileham Codex und diversen Funden des Nockert Tip 6. Dazu Unterkleidung, Cotte, Beinlinge, Bundhaube, Gugel (als Hut), Schuhe samt Trippen, Gürtel und Accesoires (Dolch, Almosenbeutel, Paternosterschnurr). Oben schieb ich das diese Interpretation Fehlerhaft sei. Nun, als ich das Bild bei FB vorstellte, hatte ich eine sehr interessante und spannende Disskossion mit Nikolaus Hofbauer, in der sich folgende macken herauskristallisierten: Der Surkot ist, abbesehen davon das die Schultern zu Breit sind, nicht für meine Darstellung geeugnet, da Mi-Parti (vorallem surkots) um noch 1320 eindeutig einen Abhängigen bzw.einen Amtsmann kennzeichnen. Um ein "Amt" zu bekleiden bin ich mit meinen 12 lenzen aber noch viel zu jung... Das kann ich nach überprüfung der Bildquellen, welche mir als vorlage dienten so unterschreiben. Verda*** Quellenkritik... Weiterhin ist der Beutel zu gross, ich kenne keine Abbildung welche einen so grossen Beutel an einer Person zeigt. Es stellte sich heraus, das die Abbildung welche mir die gewissheit gab, das auch kinder schon Dolche trugen einen erwachsenen Boten Darstellt und ich so keine Belege dafür habe... Weiterhin ist der Gürtel nicht geeignet für die Darstellung eines Adelign, da er weder Beschläge aufweisst noch gefärbt ist. Dies mängel werde ich in den nächsten Wochen so gut wie möglich ersetzen. Danke nochmal an Nikolaus der mich sarauf hingewiesen hat!

24.7.16.

vom 20-22.7 (Mittwwoch bis Freitag) fanden wie jedes Jahr in der ersten Sommerferienwoche die ersten diesjährigen "Tippi-Tage statt. Es waren wieder etwa 50 8-12 jährige Kinder hier, welche am Mittwoch um ca. 2 Uhr nach und nach hier ankamen. Nachdem ich ein paar meiner Freunde unter den Kids gesehen hatte, verbrachte ich die nächsten 45 Stunden fast nur noch mit den Kindern, auch wenn meine Mutter mir immer wieder gesagt hat ich solle mit meinem Arm lieber im Bett liegen und mich ausruhen... Aber dazu habe ich ja jetzt wo ich ein neues nähe-Projekt (ganz richtig, Mittelalter, wie immer...) gestartet habe noch genug zeit. Jedenfalls gingen wir, nachdem alle angekommen waren und mein Vater eine Kurze Einweisung gemacht hat in die Zelte die uns zugewiesen wurden und packten unsere sachen aus. Ich schlief mit meinen meinen Freunden in einem extra Zelt. Nur blöd das in dem Zelt nur 5 Betten waren und wir zu sechst... Krispan, ein Junge den ich an diesem tag erst kenne gelernt hatte, erklärte sich nach einem kurzen zwist mit Manuela bereit auf dem Boden zu schlafen. Am nächsten Tag konnte man dann bei allerlei Aktionen mit machen, zb Klettern, Bogenschiessen, Tierspaziergang, wolle Spinnen etc. Wuarend ich das alles schon zig mal gemacht habe, wollten Vicky, Jakob, Ele, Manuela und Krispan bei einigen mit machen, und so verprachten wir den Vormittag mit den gebotenen Aktionen, wärend andere den ganzen Tag nur Fussball spielten. Am Nachmittag waren wir grösstenteils im Zelt oder spielten draussen. Am nächsten tag um 11 uhr wurden meine Freunde dann auch leider schon nach und nach wieder abgeholt. Für mich waren dies die besten Tippi-Tagen seit langem (obwohl ich dass immer dneke...).

18.7.16.

die Belgerungsmaschienen unterhalb der Burg

Am Wochenende gab es wieder eine Living History Veranstaltung mit dem Schwerpunkt 1475n.chr. . Eigentlich bin ich ja rund 150 jahre früher angesiedelt, aber für die Zeit um 1320 gibt es hier in der gegend so gut wie keine Veranstaltungen und das 15.jh hat schon einen gewissen Reiz... Dieses mal war der Ort des geschehens die Burg Schauenburg bei Dossenheim. Ich habe mich zwar schon seit Monaten auf diese Burgbelebung gefreut, jedoch stellte sich eine Woche zuvor heraus das meine Eltern an diesem Datum keine zeit hatten. Am Donnerstag erklärte sich mein Opa bereit mit mier am Sonntag auf die Schauenburg zu fahren. Am Samstag wurde unser Plan aber nochmals in Frage gestellt, da ich mir wärend eines Tierspaziergangs den Arm brach... Zum glück konnte ich aber noch am gleichen Tag von dem Krankenhaus wieder nach hause, so dass mein Opa und ich (mit Gips) am nächsten Tag los fahren konnten. Um 12 Uhr kamen wir auf der Burg an, und nachdem wir uns das untere Lager, das der "Angreifer" angeschaut hatten, mussten wir erstmal einen hügel hoch steigen bevor wier auf der Ruine ankamen. Dort waren einige Handwerker-Stände aufgebaut, so etwa ein Flickschusterstand von Andre Henning, der Messer- und Scheidenmacher Stand von Constantin von Bernuth, ein Schreiner Stand von Michael Simon und vielen mehr. Ausserdem war Andrej Pfeiffer-Perkuhn mit einem Pavillion anwesend, in dem er anhand von verschiedenenen Realien Aspekte des Spätmittelalterlichen Lebens erläuterte. Ausser Mitgliedern der Company of st. George, des Frankfurter- und des Nürnberger Aufgebots war auch der Szenen-bekannte Arne Koets anwesend, einer der 10 besten Tjoster Welt weit, welcher mit seinem Pferd Maximilian einen Ritter Darstellte und Kampftechniken zu Pferd aber auch zu fuss zeigte. Auf halber Höhe zur Burg waren Kanonen, Pavesen und ein Mörser aufgestellt, womit alle zwei Stunden die Burg belagert wurde und Büchsenschützen mit Stangen- und Hakenbüchsen zurück schossen. Ausserdem wurde ein Fatsnachtsspiel aufgeführt, wie es ab dem 15.jh vorallem in Nürnberg verbreitet war. Es wurde zwar mehrmals verboten weil manche Witze schon etwas... nunja... Derb waren und das der Kirche nicht sonderlich gefiel, solche Theaterspiele wurden aber weiterhin aufgeführt. Mir hat es jedenfalls sehr gefallen. Es war ein sehr schöner Sonntag, und es hat sich voll und ganz gelohnt trotz meiner Verletzung die Rund 160km bis nach Dossenheim zu fahren! Hoffentlich wiederholt sich die Veranstaltung nächstes Jahr... Bilder gibts bei Facebook.

11.7.16.

meine rekonstruktion eines Stuhles, der dem äusserst harten Beruf eines Knappens würdig ist...

hier noch ein Nachzügler meines Projektes "Möbel um 1320" *trommelwirbeltrompeteetcetera*: ein Stuhl! Aber dieses mal kein einfacher Langweiliger Klappstuhl sondern ein richtiger Thron wie er eines Ritters Sohns um 1320 würdig ist! Und an dieser stelle können wir ja mal übersehen das ich eigentlich nur den sohn eines armen Ritters Darstelle dessen adelslinie kurz vor dem erlöschen war... Aber als ich  letzte Woche über diese wunderschöne Abbildung aus der Maciejowski Bibel stieß, musste ich den Thr.. - äh einfachen holzstuhl einfach nachbauen... Also fix nachgeguckt ob es vergleichbare Abbildungen gibt und siehe da, diese Bibel, auch Kreuzfahrerbibel genannt ist voll von diesen Stühlen! Natürlich ist die auf 1250 datierte Kreuzfahrerbibel viel zu früh für meine Darstellung, also habe ich im Netz nach späteren Abbildungen gesucht und schliesslich diese auf 1314-1324 datierte Zeichnung auf fol. 1r des cod. 370 aus Graz gefunden. Die zeigt sogar einen Mönch bzw. einen Schreiber auf dieser Thtonartigen Stuhlart! Das ist zwar noch immer kein Beleg das auch einfache, 12 jährige Knappen diesen Stuhl benutzt haben, aber immerhin schon besser als ein König... Der Stuhl bleibt dann halt grösstenteils unbenutzt (ausser Privat, ich benutze ihn jetzt als Schreibtischstuhl...) bis ich einen Ritter Darstellen kann, bis dahin benutze ich einfach weiterhin den schönen Klappstuhl den ich am 3.6.16. vorgestellt habe. So habe ich auch was was ich ausgraben kann wenn ich meinen nicht vorhandenen Feinden den Krieg erklären will... So, und nachdem ich jetzt die ganze zeit fast nur schwachsinn geschrieben habe, wollen wir uns doch mal den Thron an sich anschauen; er ist wie alle meine Möbel aus Fichte (oh Sünde...) und wurde von mir per Hand gebaut. Die Verzierungen sind Stark vereinfacht, weil ich den rahmen meiner Darstellung ja nicht ganz sprengen will. Wie bei allen von mir gebauten sachen sind auch hier diese Verzierungen Typisch Hochgotisch, so zb. die Gotischen Fenster an den Seiten die man auch an vielen Bauwerken der Zeit sehen kann. Und jetzt noch eine entschuldigung am schluss: ich weiss, eigentlich sollte man erst gucken was in seiner zeit in Mode war, und nicht eine bestimmte sache raus suchen und dann Belege finden... Also: NICHT NACH MACHEN!!!

4.7.16.

rekonstruktion eines Codex wie er um 1320 üblich war

Nachdem ich bei meinem Wagen-Projekt wieder mal nicht weiter gekommen bin sondern nur eine Gebrochene Achse und zwei innstabiele dinger die die Achse unter der Deichsel halten sollten , warscheinlich aber nochnichtmal einen km gehalten hätten ohne zu brechen erreicht hatte,brauchte ich dringend eine Ablenkung. Also habe ich überlegt was ich für meine Darstellung noch brauchen könnte ohne das ich gerade wieder ein grosses Projekt starten muss, davon hatte ich nämlich erstmal genug. In einer Zeitschrift der IG Wolf bin ich dann fündig geworden. Die Haben nämlich vor ein paar Jahren einen Wunderschönen Codex rekonstruiert, und einen erfahrungsbericht über die Herstellung veröffentlicht. Diesen habe ich benutzt um mein Buch zu Basteln. Natürlich musste ich erstmal raus griegen ob die gleiche Technick auch noch fast 150 jahre später bekannt war, aber diese Technick wird ein wenig abgewandelt sogar noch heute gebraucht. Also fing ich an zehn einzelne Hefte mit jeweils vier zur Hälfte gefalteten DIN A4 plättern (sünde, sünde...) zu nähen, so das ich diese mit Kapitalbändern zu einem 80 seitigen Buch nähen konnte. Diese Bänder wurden dann durch die Buchdeckel aus Holz gefähdelt und mit Leim aus Mehl und Wasser fest geklebt. Mit dem gleichen kleber wurde dann ein Buchrücken aus dünnem Rindslederfest geklebbt. Das Buch an sich war jetzt im Prinzip schon fertig, nur dass das planke Holz nicht gerade Gut aussieht. Also habe ich das Buch mit dünnem Hirschleder bezogen. Die IG wolf hat dafür kostbarere Materialien genutzt, aber für meine Zwecke ist Leder ok. Den verschluss habe ich aus einem Leder Knopf auf der einen seite und einem Schlaufenförmigen Band auf der anderen seite gebastelt. Um zu dem Wagen zurück zu kommen: mal schauen wie es mit diesem Fragwürdigen Projekt weiter geht...

27.6.16.

Wie versprochen nun mein bericht von meinem Ausflug nach Breinig in Stollberg bei Aachen, und nein, jetzt kommt kein reisebericht über Döme, Warzeichen und dem Dreiländereck, sondern ein kurzer Erfahrungsbericht von zwei tagen in der Wildniss... Aber ich will mal von vorne anfangen: Mein Freund wollte seinen Geburtstag nachfeiern (oh man, wird langsam zeit dass ich das auch mal mache) und hat mich und einen anderen Freund, Till, zu sich nach Hause eingeladen. Nachdem ich am Donnerstag Nachmittag nach dreieinhalb stunden Bussfart der eine Stunde Autofart vorausgingen in Aachen angekommen war, holte mich die Mutter meines Freundes dort ab und wir fuhren zu ihnen nach Breinig, einem Stadtteil von Stollberg, einer Stadt im Städtering Aachen. Nachdem ich dort übernachtete und am nächsten Nachmittag Till auch noch dazu kam, fochten wir ein Bisschen und probierten ein paar Techniken aus dem I.33 aus, wir sind nämlich alle drei mittelalterbegeistert. Manel und Till machen auch Survival, und haben sich für den nächsten Tag etwas ganz besonderes ausgedacht: eine Nacht im Jugendzeltplatz Monschau. Wir fuhren also Samstag nach Monschau, die Sonne schien und alles schien Super. Als wir die Zelte aufbauen wollten, fing an zu regnen. Und nicht wenig. Das ging den ganzen Tag so weiter, und es war eine echte Herausforderung das Feuer an zu kriegen. Um 2 Uhr konnten wir dann endlich Würstchen machen und Mittagessen. Am Abend gingen wir alle Ziemlich früh ins Bett, und sobald wir am nächsten Morgen gefrüchtückt hatten (es gab Ravioli aus der Dose), fingen wir an die Gegend zu erkunden. Der Regen hatte zwar aufgehört, die Wiese und die Bäume waren noch sehr Nass. Nachdem wir am Mittag nochmals Ravioli assen und uns bei einer Tannenzapfenschlacht nochmals richtig austoben konnten, ging es um Sechs wieder zu Manel nach hause und heute Früh mit einem Buss wieder in unseren Wald. Es war ein sehr schönes Wochenende, und ich habe viele neue Erfahrungen gemacht. Und ausser dem Zeckenkopf der mir noch in meinem Oberarm steckt, waren diese fast alle Positiv. ;)

21.6.16.

aktueller stand bei meinem Wagen-Bau

hier der aktuelle Stand bei meinem Bau eines Wagens. Und nein, die Räder habe ich nicht selbst gebaut... Das hat nämlich garnicht geklappt, eine genaue beschreibung meiner Missgeschicke gibt es hier... Nur gut das ich noch zwei Räder mit 80cm Durchmesser auf unserem Glände gefunden habe (ist schon manchmal gut wenn man auf einem riesen gelände mit tausenden Winkeln und ecken mitten in einem Wald lebt!). Muss ich nurnoch ein bisschen "Renovieren" und dann sind die besser als ich die je hin gegrigt hätte. Wenigstens habe ich die Plattform hin gegriegt, die ist aus Fichte, 2m lang, 1m breit und 15cm hoch. Ich bin sogar am überlegen ob ich ihn sogar so lasse und die Seitenwände nicht höher mach, ich hätte sogar schon die passenden Belege zur hand, auch wenn diese Form wohl nicht so Verbreitet war wie die Leiterwagen-Version. Mal schauen. Bis jetzt habe ich insgesamt 11,55m 15cm breite und 2,5cm dicke Bretter und 210 5cm breite und 2,5cm dicke Leisten verbraucht, mal schauen wie viel noch folgen wird. Jetzt muss ich noch die Achse und die Deichsel anbringen und dann die Räder draufschieben und verkeilen. Wie gesagt, ich muss mal schauen ob ich die Seitenwände noch höher mache. Erstmal muss ich jetzt aber bis Dinstag eine Pause machen, weil ich übermorgen zu meinem Freund nach Aachen fahre und dort aus seine Geburtstags feier gehe. Vielleicht besuche ich auch mal den Dom (war schon zweimal dort) oder das dreiländer-dreieck. Auf jeden Fall werde ich hier einen bericht schreiben ;).

17.6.16.

ein guter Plan ist der halbe Wagen. ok, fast...

das Projekt "Möbel um 1320" ist ja jetzt abgeschlossen, und auch Nähtechnich habe ich nichts was ich unbedingt brauche. Mit Metall kann ich fast nicht umgehen, und mit Horn sowie so nicht. Also, wat nu? Als nächstes kommt ein Leiterwagen auf die wergbank! Also erst die reifen dann der Boden dann die Seitenwände etc. versteht sich, aber am ende möchte ich in der Lage sein, meinen ganzen Mittelalter-kram A (das Szene-Wort für Authentisch) zu transportieren. Als vorlage für meine Pläne dienten mir verschiedene Manuskripte aus dem frühen Spätmittelalter. Vorallem der Cod. 151, auch Lilienfelder Handschrift genannt, zeigt viele Wägen, und auch einachsige sind dabei. Da das Manuskript aber auf 1350 datiert und ich nicht wusste ob so wagen auch schon 30 jahre früher in gebrauch waren, habe ich mir auch andere, frühere Abbildungen angeschaut, und bin in der berühmt-berüchtigten Kreuzfahrerbibel von 1250 fündig geworden. Ich werde meinen wohl einachsig, das heisst mit nur zwei Rädern bauen, wie man ihn auch hier nochmal sieht. Weil ich aber, im gegensatz zu anderen Reenectoren in meinem alter, wie gesagt nur mässig mit Metall arbeiten kann/will, habe ich mir die ringe, die um die reifen gelegt werden, von einem längst verfaulten wagen genommen, welcher noch in einer ecke unseres Grundstückes stand. Ich werde mit den Reifen anfangen, und damit auch mit dem warscheinlich schwierigsten part von dem ganzen Wagen, aber ich hoffe das ich es dennoch anhand von diesem und diesem wunderschönen Toturials gebacken griege... Mal sehen. Ich werde den wagen so bauen, das man ihn zerlegen und dann einfacher transportieren kann, denn sonst ist ein 2m langer, 150m hoher und 1m  breiter wagen mit rädern von einem Meter Durchmesser kaum zu transportieren. Ich werde jetzt immer wenn ich ein Teil fertig habe (bzw. wenn etwas nicht ganz geklappt hat...) hier ein Update machen, und hoffe das ich euch irgendwann einen fertigen Leiterwagen vorstellen kann, wie er um 1320 auf den Highways durch Landschaft gerast ist...

16.6.16.

Stammbaum derer zu Lichtenstein

Nachdem ich den gestrigen Nachmittag und Abend damit verbracht habe 700 jahre alte Urkunden raus zu suchen und Sekundär quellen zu lesen, die allerdings so alt waren das ich die Schrift kaum verstehen konnte, hier nun das ergebniss: ein Stammbaum derer zu Lichtenstein und neue erkenntnisse über Greifenstein um 1320. Dann fangen wir doch gleich mal mit dem begründer diese Adelgeschlechtes an, nämlich Konrad von Lichtenstein. Oder waren es Tatsächlich die Brüder Werner und Krafto, die um 1255 in einer Urkunde genannt werden? Ihr seht schon, es bleiben noch viele Fragezeichen die ich noch ausbügeln muss. Fakt ist, dass 1225 und 1229 ein "Konrad zu Lichtenstein" gennant wird, ich bin mir jedoch nicht sicher ob damit auch der Ritter gemeint ist, welcher sich im 13.jh von den Greifensteinern abgespaltet hat um seine eigene Dynastie oberhalb der Ulmbach (heute Ulmbachsperre) zu gründen, das wappen der Greifensteiner jedoch beibehielt. Einige (sekundär)quellen behaupten das er einem anderen geschlecht mit gleichem namen angehörte, welches angeblich in der heutigen gemeinde Hardt seinen sitz hatte. Wie gesagt werden 1255 die Brüder Werner und Kraft (bzw. Krafto) von Lichtenstein in einer Urkunde genannt. Dieser Werner wird auch schon früher gennant, nämlich 1248 in einer Urkunde die bezeugt das er seinen Hof zu Ehringshausen (ein weiteres Dorf in der Umgebung) verkaufte, und sein (zweiter?) bruder Wittekind sein gleiches mit seinem Hofgut zu Daubhausen tat. 1317-1341 erscheint dann wieder ein Wittekind, und als dessen Söhne werden 1351 Werner, Johann und Wittekind genannt. Dieser letzte, im Stammbaum Rot angestrichener Wittekind ist die von mir dargestellte Person. Er wird nochmal 1357 zusammen mit seiner frau Irmgard in einer Urkunde genannt. Seine Erbtochter, die er auch Irmgard nannte (konnten die sich nichtmal was anderes als Werner, Wittekind, Johann und Irmgard ausdenken?), verkaufte 1360, nach Wittekinds Tot, den Lichtenstein an Ihren mann Kraft von Rodenhausen. So, damit wären wir nach 100-150 jähriger herschaft auch schon Wieder am ende des Rittergeschlechtes zu Lichtenstein, den Irmgard (die zweite) verstarb kinderlos und somit ohne einen nachfolger. Fortsetzung folgt!

8.6.16.

Links: meine rekonstruktion, Rechts: die entsprechende vorlage

so, und hier wie angekündigt die vorläufig letzten teile meines Projekts "Möbel anno 1320": ein Bett und ein kleiner Schrank. Erstmal zum Bett bzw. dem Bettgestell. Es ist aus Holz nach abbildungen von 1250-1350. Es ist aus Transportgründen zum zerlegen gebaut, auch wenn man das nicht auf den ersten Blick sieht, da ich nämlich keine Belege für Zerlegbare Betten um 1320 kenne. Ich habe nämlich die Dübel mit denen die Seitenwände mit der Vorder- und der Rückwand verbunden sind nur in das Holz gesteckt und nicht festgeleimt. Die Liegefläche ist aus Holzleisten, optional konnten auch seile verwendet werden. Ich habe bevor ich angefangen habe ein paar Bilder auf Pinterest zu dem Thema Hochgeladen, anhand denen ich das Bett dann nachgebaut habe. Dort sieht man verschiedene Bettkonstruktionen. Als Beispiel seien hier ein paar vorgeführt: einmal eine art "Kasten" (ich könnte mir vorstellen das von dieser konstruktion das Sprichwort "ab in die Kiste" kommt), dessweiteren sieht man manchmal stark verzierte Betten, dessen verzierungen vermutlich gedrechselt sind. Ich habe mich jedoch eher an die verbreiteste Darstellung gehalten, welche einfach an allen vier enden eine Pfosten aufweist, zwichen denen dann die Wände genagelt/gedübelt/geleimt werden. So, und bevor dieses Thema allzu einseitig wird, wollen wir uns dochmal den Schrank anschauen: das Original steht im st. Annenmuseum in Lübeck und datiert auf 1337. Ich habe es rekonstruiert, allerdings mit ein paar abweichungen. Die Muster sind Typisch gotisch, mit denn zinnen (siehe meine Rekonstruktion eines Schrankes aus dem Kloster Isenhagen, Blobpost vom 12.5.16.), den verzierungen in den oberen Ecken und dem Muster der Tür. Dieser Typ ist keine normaler Schranke sondern gehört in eine Wandniesche. Die Front liegt dann direkt auf der Wand auf. Hier als vergleich noch eine Rekonstruktion von Michael Simon, im Besitz von Fabian Griesler.

3.6.16.

Klappstuhl nach Abbildungen aus dem 14.jh

Der Stuhl ist schon seit über einer Woche fertig und immer noch kein Blogeintrag! Jetzt wird es aber langsam höchste zeit, oder? Vorbild war dieses mal zwei Abbildungen aus dem Alexanderroman ( hier und hier ) und eine andere, auf 1345 datierte Abbildungen aus dem "Anatomia" von Guy de Vigeganot. Dies sind die frühsten eindeutigen Abbildungen die ich finden konnte, auch wenn es verschiedene frühere hinweise gibt. Jedenfalls wurde diese Stuhlart im 15.jh populär, wobei man die Seitenbretter Wölbte und evtl, ein Brett als Rückenlehne drauf steckte oder eine feste Rückenlehne hinzu fügte und sich einfach umsetzte. Diese "Scherenstühle" blieben mindestens bis in 16.jh in Mode, wie diese Abbildung von 1538 beweist. Meine Rekonstruktion besitzt je 4 Leisten aus Fichte auf jeder seite die sich in der Mitte kreuzen und oben und unten mit je einer weiteren Leiste zusammen gehalten werden und mit der Sitzfläche verbunden sind. Die verbindungen sind so gearbeitet, das man den Stuhl zusammen falten kann. Hier noch eine Abbildung von dem Stuhl im Einsatz. Sie zeigt eine Szene, die durchaus im mittelalter stadtgefunden haben könnte, nämlich einen lernenden Knappen um 1320. Er notiert sich gerade ein paar stellen aus einem Buch, dabei benutzt er ein Schreibpult und eine Wachstafel mit Griffel. Er sitzt auf einem Scherenstuhl und an einem Tisch mit Böcken. Der Knappe trägt u.a. eine Gugel als Hut. Das Bild zeigt neben meinem Tisch auch ein Schreibpult, welches ich in den lezten zwei Tagen gebaut habe. Es ist nach einer Abbildung aus Würzburg von 1260 aus Fichte geschreinert. Auch meine Rekonstuktion besitzt eine Kisten-Funktion. Das Buch ist eine Faksimilie eines Groschen-Romans aus dem 15.jh und wird nicht für die Darstellung benutzt. Und was als nächstes auf meine Todo-Liste steht? Lasst euch überaschen :p .

26.5.16.

Tisch mit Böcken

Schönes Bild, oder? Und so unerwartet! Eigentlich sollte da ja jetzt ein Rekonstruierter Hocker stehen! Seit dem ich mit Photoshop umgehen kann, sehen die Bilder aber irgendwie viel Professioneller aus, ich meine sonst wäre stadt dem Weissem hinterkrund eine voll gestopfte Werkstadt zu sehen. Aber so ist es ziemlich egal was auf dem Bild zu sehen ist, findet ihr nicht?  Jedenfalls habe ich erstmal genug vom Hocker bauen, nachdem mein zweiter versuch in hundert teile zerprochen ist. Stad dessen habe ich einen Tisch gebaut, und zwar nach einer Abbildung aus dem Luttrell Psalter, und als vergleich ein erhaltener Tisch aus dem 15.jh. Auch der Tisch ist nur aus Fichte, ich weiss halt nicht ob ich mit Eiche oder so dass so hin griegen könnte. Die Böcke sind nur aus drei Beinen, aber es hällt trotzdem gut. Vorne sind zwei (die mit einer Stange verbunden sind), hinten eins, dazwichen ist eine stange die die beiden teile mit einender verbindet. Wärend die Böcke im Luttrell Psalter diese zwei Stangen nicht zu sehen sind, weisst der erhaltene aus Bruges genau die selbe konstruktion wie mein Tisch auf. Ansonsten sind die beiden vorgefürten Vorlagen fast identisch, sogar die Verzierungen an der Spitze sind fast gleich. Die einzelnen Beine sind oben in ein weiteres Holzstück gesteckt, auf dieses wird dann einfach eine Tischplatte gelegt, und wenn man dann fertig ist, kann man einfach "die Tafel aufheben". Dieses Sprichwort ist bis heute erhalten geblieben. Die Böcke haben noch einen weiteren vorteil: mit mehreren dieser art kann man ganz einfach eine lange Tafel Bauen, so wie bei dem Tisch aus dem 15.jh. Das ist ja alles schön und gut, denkt ihr jetzt bestimmt, aber was nutzt dem Singa ein Tisch ohne stuhl, weil mein Tisch mit ca. 75cm viel zu klein für ein Stehtisch ist. Nunja... da habe ich mir auch schon was ausgedacht, und zwar möchte ich sowas nachbauen. Und diesen Plan setze ich (irgendwann mal...) auch in die Tat um, versprochen!

20.5.16

Links: meine rekonstruktion, Rechts: die entsprechende vorlage

In den letzten vier tagen habe ich einen kleinen Schrank gebaut. Er wurde nach einem Original aus Isenhagen, datiert aufs 14.jh von mir aus Fichte gefetigt. Neben auf dem Bild sieht man Links das Original und Rechts die entsprechende Vorlage. Meinen Schrank habe ich allerdings Masstabsgetreu verkleinert: das Original ist 1,80m und meiner nur etwa 1,20m Hoch. Unten sind Kufen an die Seitenwände geleimt/gedübelt, welche, wie beim Original, mit seitlichen Einkerbungen verziert sind. Zwischen den Kufen ist, genauso wie oben, ein verziertes Brett eingebaut. Wärend das Obere Brett mit Zinnen, einem typisch Mittelalterliches Muster, verziert ist, erinnert das Untere schon an Spätere formen der Verzierung. Die Seitenwände, bestehend aus zwei 15cm Breiten Fichtenbrettern, sind mit Fingerzinken mit dem Deckel verbunden. Das Original besitzt, soweit ich das erkennen kann, auch so eine Verbindung an den Oberen Kanten. Die Rückwand ist hinten an die Seitenwände, bzw. Deckel und Boden, festgenagelt. Der Boden ist in die Seitenwande eingesetzt und verdübelt. Vorne besitzt mein Schrank seitlich zwei Bretter die Oben überstehen da dort das Zinnenverzierte Brett genagelt ist. An den seitlichen Brettern ist die Tür mit zwei Schanieren befestigt. Diese besitzt einen kleinen Dübel zum öffnen, anstadt dem Schloss beim Original. In dem Schrank sind drei Bretter eingeleimt ( siehe meine Vorlage ). Alles in allem bin ich relativ zufrieden mit meiner rekonstruktion. Als nächstes werde ich diesen wunderschönen Schemel nachbauen, welcher im Musee de Cluny steht und auf das 14.jh datiert ist.

7.5.16.

Frontstollentruhe nach erhaltenen aus Wienhausen

In den letzten drei Wochen hat sich meine ausrüstung um einige stücke erweitert. Einmal habe ich wie angekündigt die neben zu sehende Frontstollentruhe nach erhaltenen aus Wienhausen geschreinert. Sie ist aus mit Nut-Spund verbindung und Dübeln verbundenen Fichtenbrettern. Der Deckel ist, anders wie bei den Originalen, mit Schanieren mit der Box verbunden. Sie ist aus Transportgründen masstabsgetreu verkleinert, da die Truhen im Mittelalter wohl nicht allzu oft vom Platz gerührt wurden. Nebenbei habe ich auch eine kleine kleine Seitenstollentruhe die in den Sekundärquellen auch Six-board Chest genannt werden, gebaut, welches nun als aufbewarung für meine Mittelalterlichen Accssoires dient. Sie ist etwa 25cm hoch, 40cm lang und 15cm tief, also nicht sehr gross. Jens machte mir klar, das diese rekonstruktion nicht den historichen tatsachen entspricht, ich werde sie also so bald als möglich ersetzen. Wie schon geschrieben hat mir Constantin freundlicherweise meine Dolchscheide ersetzt. Die sieht jetzt so aus (falls ihr Pinterest habt...). Vielen dank nochmal an Constantin. Ich habe auch für mein Schachbrett aus Fichte ein paar Figuren nach einem Fund aus Adendorf geschnitzt und gedrechselt. Meine Rekonstruktion ist, im gegensatz zu den Originalen aus Hasselnussholz und nicht aus Hirschgeweih. Die schwarzen Figuren wurden zusammen mit Rostigen nägeln ins Wasser gelegt und so gefärbt. Schließlich habe ich heute und Gestern einen Almosenbeutel genäht. Ich habe allerdings auch ein bild davon auf Pinterest gepostet. Er ist nach einer Abbildung aus dem Codex Manesse, auf Tafel 27 aus gelben Leinen genäht und besitzt sechs Tasseln, Seitenverzierungen nach diesem Toturial, einer ziernaht und vesrchluss und aufhängband aus Roter Wolle. Er ist mit Leinengarn handgenäht. Er ersetzt jetzt meinen anderen, maschienengenähten beutel, den man zb auf diesem Foto sieht. Auf meiner must-have-liste stehen derzeit ein paar mittelalterliche krähenfüsse (die mir leider kein Schmied anfertigen will, weil zu gefährlich) und irgendwann möchte ich mir dann noch ein Sattel für mein Pferd bauen.

30.4.16.

die Historische Modenschau

Heute war ich in Lich! Und zwar bei dem Historischen Handwerkermarkt mit Altstadtfest. Letzteres fand ich nicht sehr spannend (obwohl... die Crepes und das Spaghettieis waren echt gut), aber der Living History Markt rund um die Marienstiftkirche war echt Genial! Im Prinzip das Gleiche wie in Rüsselsheim, nur viel grösser. Etwa 50 Darsteller aus dem Hoch- und Spätmittelalter zeigten vor allem Festkultur im Mittelalter. Das Hochmittelalter wurde durch die IG Wolf vertreten, eine sehr netten Interessen Gemeinschaft aus Frankfurt a.M., der alle möglichen gesellschaftsschischichten um 1193 Darstellt. Ich durfte sie schon letztes Jahr in der Ronneburg kennen lernen, leider habe ich es versäumt einen Blogeintrag darüber zu schreiben. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt Lich und von Geschichtsfenster, also Andrej und seiner Frau Andrea. Sie stellten mit dem "Frankfurter Aufgebot" die Zeit um 1475 dar. Constantin von Bernuth, ein Mitglied der IG MIM zeigte an seinem Stand Messer- und Dolchrekonstruktionen aus der zeit von ca. 1335, welche er, teilweise in Zusammenarbeit mit einem Messermacher selbst anfertigt. Dort konnte ich mir auch meinen Dolch wieder Abholen, für den er in den letzten Wochen eine wunderschöne Scheide angefertigt hat. Ich Lernte auch Alexander Klenner kennen, den ersten vorsitzenden von Zornhau und auch ein Mitglied der IG MIM. In Lich war er Allerdings als ein Bürger aus dem 15ten Jh unterwegs. Ich fuhr also mit meinem Onkel und mit meiner Tante um ca. 11 Uhr nach Lich, Später wurden sie durch meine Mutter, Grosseltern und Brudern abgelöst, mit denen ich gegen 18 Uhr wieder nach Hause fuhr. Es gab viel Programm, so Wurde zb eine Historische Modenschau und eine Fechtvorführung veranstaltet und gezeigt wie im 12. jh ein Knappe zum Ritter geschlagen wurde, ein Thema welches ich persöhnlich sehr interessant fand. Es gab dort auch einen Fuhrman mit Kutsche und Pferd, der auch bei einem kleinen Umzug mit machte.

8.4.16.

die Drechselmaschiene

Am Dienstag hatte ich Geburtstag, ich wurde 12 Jahre alt. Wir feierten nur mit der Familie denn meine Freunde hatten keine zeit. Es war ein sehr schöner Geburtstag, meine Oma hat 4 Kuchen gebacken! Ich bekam u.a. etwas, was ich nieh im Leben erwartet hätte: eine Drechselmaschiene! Die steht jetzt in unserer Werkstadt und mein Vater, ein gelernter Schreinermeister, gibt mir untericht. Ich habe schon einen satz mit 8 Mensch-ärgere-dich-nicht Figuren getrechselt, und ich muss sagen es beginnt mir richtig spass zu machen! Weiterhin wurde mir eine sehr schöne Wachstafel, ein paar grosse Feuersteine und Rohhaut und Schildbuckel für den bau meines Bucklers, den ich in den letzten tagen dan auch eeendlich abschliessen konnte, geschenkt. Der fertige Buckler sieht jetzt so aus. In der zwischenzeit habe ich auch wieder ein paar kleinigkeiten in sachen Living History vertiggestellt. Einmal ein Paar Spielsachen genauer gesagt zwei Tonpferdchen nach einem Fund aus Linz, Oberösterreich, Das Loch in der Brust habe ich als aufnahme für ein kurzes Stöckchen (imitierte Lanze) interpretiert und 8 Murmeln aus dem gleichem Ton. Dazu noch ein kleiner Almosenbeutel zum aufbewaren des Spielzeugs. Weiterhin nähte ich meine Cotte fertig welche meine alte jetzt erstetzen wird. Sie is aus Wallnus-farbener Wolle komplett Handgenäht und orientiert sich an den Funden von Kraglund Bog, Skjoldehamn und Bocksten Bog und ist hinten, vorne, an den Seiten und an den Achseln mit Geren erweitert und mit je drei knöpfen an Hals und Unterarmen verschlossen. Ich stellte mit der Strickliesel ausser dem ein Band für mein Rufhorn her. Als Vorlage für die Aufhängung dienten Abbildungen aus dem Codex Manesse (hier und hier und hier) und aus dem BNF Nouvelle acquisition française 15941 Miroir Historial. Mein Reiterschild ist nun auch endlich fertig, aus 1,5 cm dickem Fichtenholzbrettern mit Leinen überzogen. Ich nähte auch ein Kissenüberzug köllner Art, wie man ihn zb auf dieser Abbildung sieht. Meiner ist aus altem Leinen und mit Blauen Wollquasten verziert. Als nächstes werde ich wohl eine Truhe nach den erhaltenen in Wienhausen und einer in der Laneham Church, Nottinghamshire Schreinern.

27.3.16.

Ricky und ich

An dem vergangenen Wochenende fand wie angekündigt Training statt. Ricky (markgraf Engelbert von Spanheim) und seine Rittersleut, es waren dann doch leider nur zehn und nicht 15, übten das Ringe stechen, köpfe schlagen, Becher greifen und Rolandreiten. Ob die ersten Drei Disziplienen A sind weiss ich nicht, aber ich habe netürlich bevor es los ging ein bisschen Recherchiert und zumindest zum Rolandreiten habe ich was gefunden. Im Mittelalter hätte man solche Spiele aber sicherlich nicht als "Turnier" sondern als einfaches Training gesehen, an dem Knappen dann warscheinlich auch teilnehmen durften. Entsprechend reitete ich und zwei weitere "Anfänger" mit den geübten mit, und es klappte auch einigermassen gut. Am Freitag ging es nach dem Mittagessen, als alle angereist waren, sofort mit dem Training los. Danach ging ich mit ein paar weiteren Reitern ausreiten. Als alle anderen fertig waren übte ich noch weiter am Roland bis es Abendessen gab. Ich hatte das Wappen eines beteiligten als dass Heinrichs von Breslau erkannt, als ich den Darsteller fragte ob er ihn darstelle, verjate er es und es folgte ein Fachsimpeln darüber was das Rote Band sei. Erst vetraht ich die meinung es sei ein Band um das Schild an die Schulter zu binden, diese ansicht konnte mir am nächsten Tag in Tv im Chat aber wieder ausgetrieben werden (danke Werner). Samstag ging es schon am vormittag aufs Pferd, am Nachmittag Ritten wir ein kleines "Turnier", und am Abend gab es eine Feuershow. Das alles mit ein paar Interessierten Besuchern. Obwohl es nicht so A wie auf einer Museumsveranstaltung ablief, war es eine schöne abwechslung und ich (und mein Pferd) haben viel gelernt.

22.3.16.

die edelen Rittersleut

Ich wollte nur schnell etwas ankündigen: von Donnerstag bis Sonntag Trainieren etwa 15 MA-reiter mit 11 Pferden bei uns im Park. Es sind die selben reiter die auch bei diversen Marktmittelalter Veranstalltungen zu sehen sind. Es wird folglich nicht besonders A sein, aber zu sehen gibt es auf jeden fall was. Ich werde auch mit Trainieren, allerding mit Ausrüstung an der mindestens alle sichtbaren Nähte von hand sind und mit Vollholzlanze (hier Haselnuss) und nicht mit den herkömmlichen, leichten aber ganz und garnicht Authentichen Balsalanze. Meine Ausrüstung könnt ihr euch übrigens jetzt bei Pinterest anschauen, auch aktuelle und zukünftige Projekte sowie ein paar ergebnisse meiner Recherche sind dort aufgefürt. Das ist keine öffentliche veranstaltung sondern nur ein kleines Training, wir haben aber wie jedes Wochenende auf und vielleicht interessiert es ja jemanden.

18.3.16.

Gugel, Gürteltasche und Brotbeutel

So, ich bin ja nun schon etwas länger wieder hier in Deutschland und in der Zwichenzeit war ich nicht untätig: ich habe für meine Mttelalter Ausrüstung wieder ein paar sachen fertig gestellt. Zwar nicht besonders viel, aber ich bin trotz dem zufrieden. Einmal eine Handgenähte Gugel wie man sie zb im Luttrell Psalter, in der Maciejowski-Bibel und auf anderen Abbildungen sieht. Meine ist aus Krapp-rotem Wollstoff mit Leinen füterung, hat an den Seiten je eine Gere und vorne und hinten einen Schlitz, wie in der Maciejowski Bibel.Die Gugel kann man auch als mütze tragen, das sieht man zb oft im Codex Manesse. Dann habe ich noch eine Gürteltasche genäht, auch nach einer Abbildung aus der Mannesse. Sie ist aus dem gleichen Stoff wie die Gugel und mit Gelben Leinen gefüttert. Der Adler ist mit Schwarzem Faden auf Gelbes Leinen gestickt, das Leinen wurde wiederum auf den Deckel der Tasche genäht. Dieses verfahren kann man bei vielen erhaltenen Textilien beobachten, die ig 14tes hat erst vor kurzem einen Schönen Beitrag zum Thema geschrieben. Die befestigung am Gürtel ist spekulativ, da der träger diesen bereich mit seinem Arm verdeckt. Hier habe ich mich an die Runneburgtasche und an andere Abbildungen gehalten, die einfach zwei Schlaufen zeigen, die die Tasche unter dem Gürtel hängen lassen. Ich habe allerdings keine weiteren Belege für solche Taschen, also werde ich mein Rekonstruktion erstmal wieder weg legen. Schade drum, aber manchmal sollte man erst recherchieren bevor man was Bastelt. Weiterhin habe ich meinen Leinernen Brotbeutel durch einen Wollenen und Handgenähten ersetzt, der nach Abbildungen, von Pilgerbeuteln, zb aus dem Luttrell Psalter, Rekonstruiert ist. Sie watet noch auf einen Kammgewbten Träger, den ich heute herstellen werde. Auch gekauft habe ich ein bisschen was: einmal eine Lederne Feldflasche (Vielen Dank an Christian), und eine Fach-Zeitschrift (Danke Indra). Jetzt warte ich auf weitere sachen und Rohmaterial, was warscheinlich an meinem Geburtstag am 5.4. hier eintreffen wird. Was daraus wird, verate ich euch dann.

6.3.16.

Ich habe gerade in meinem Profil bei Tempus Vivit! ein wenig mehr zu meiner Darstellung geschrieben, vielleicht interessiert ess ja jemanden. Es sieht nur so viel aus, wegen der grösse der Schrift, dafür gibt es heute kein Bild ;) . Dieser Blog eintrag wird laufengd den neuen forschungs ergebnissen angepasst. Wie gesagt, bei Fragen und anregungen bitte Melden:

Biografie der dargestellten Person Bis zum ende meiner Darstellungszeit (hier: 1330)
Ich stelle den Sohn des Herren zu Lichtenstein, Wittekinds 1. von Lichtenstein dar, dieser wurde um 1300 in Wallendorf, geboren und wurde nach meinem Vater “Wittekind 2. von Lichtenstein” gennant. Meines Vaters Burg war schon seit 1298 zerstört und zwar durch Johann von Nassau-Dillenburg und Heinrich von Solms-Burgsolms weil wir bei dem Kampf um die Königswürde im HRR auf Albrechts von Östereichs seite waren, und nicht auf der Adolfs von Nassaus, einem Vetter des Johann von Nassau-Dillenburg. Die Ruine der Burg blieb Jedoch weiterhin in unserem Besitz aber deren herren lebten in Wallendorf. Das gleiche geschah mit der benachbarten Burg Greifenstein. Kraft von Greifenstein verkaufte die Ruine Greifenstein 1308 ohne die einwilligung des Oberlehensherren, dem Hochstift Worms an den könig Albrecht von Östereich. Um 1303 ad kam johann durch erbteilung in den besitz Beilsteins, doch bekam er den Wormser Teil dieses Zentes (Kalenberger Zent), zu dem auch Greifenstein gehörte, erst 1308 als Lehen, als wiederspruch darauf das Kraft Greifenstein dem König verkauft hatten. 1314 bekam Johann Greifenstein dann ganz offiziell als Königslehen von Friedrich dem schönen, als Belohnung dafür das Johann ihn zum König gewählt hatte. Friedrich der Schöne verpfändete Greifenstein noch zwei mal an Johann von Nassau-Dillenburg: 1315 und 1321 Am 31. März 1310 verkaufte Hartrad VII. Merenberg seine Anteile des Kalenberger Zentes einschließlich Nenderoths und Heimau an Johann. So waren die Nassauer nun in besitz des gesamten Kalenberger Zentes. Agnes, Tochter eines Gerhard von Greifenstein, erhob am 3. Mai 1325 durch ihren Mann, Engelbert von Sayn, Erbansprüche auf Greifenstein. Dieser wurde darauf hin Burgmann zu Greifenstein. Nun erhoben auch die Solmser, die sich ja an der Zerstöhrung 1298 beteiligten, ansprüche auf das Wormser Afterlehen. U.a. daraus lässt sich die feindschaft der Solmser und Nassauer im 14.jhd ableiten. Mit Sieben Jahren schickte mein Vater mich zu Kraft von Greifenstein, dem ich nun als Knappe gefolge leiste. Mehr zu der Geschichte Greifensteins gibt es unter www.burg-greifenstein.net/[…]/grv_geschichte.pdf und bei der www.hgv-beilstein.de.
 
Probleme und Hintergrund meiner Darstellung
Alle oben erwähnten Personen sind historisch belegt, ich stelle also eine Person dar, die in echt gelebt hat. Was nicht belegt ist, ist dass Wittekind der zweite bei Kraft von Greifenstein Knappe war und das er um 1300 geboren wurde. Beides scheint jedoch Plausibel: Wittekind der zweite ist warscheinlich zwichen 1351 und 1360 gestorben und bei wem sonst sollte er Knappe gewesen sein? Über entsprechende Belege bzw. wiederlege wäre ich sehr dankbar. Die dargestellte Person ist wie gesagt Wittekind der zweite von Lichtenstein, ein einfacher Ritter bzw. Knappe/Page, zu dem es nicht allzu viele Quellen gibt und der das durchmachte, was viele andere seiner Zeit und seines Standes auch erlebten. Ich könnte auch einfach einen fiktiven Ritter mit fiktiven oder gar keinem Namen und mit ausgedachtem Wappen darstellen. Dies tue ich nicht, weil ich so keinen regionalen und zeitlichen Anhaltspunkt für meine Recherche habe. Diesen könnte ich mir einfach ausdenken, wie das die meisten Darsteller und auch fast alle meine Vorbilder in der Szene machen. Bei einer einfacheren Darstellung halte ich das auch für die beste Lösung, denn dann gibt es meistens keine Belege für eine Person die der dargestellten entspricht. Bei einer Adels Darstellung wie meiner ist das anders, Beispiel: als ich ernsthaft mit dem Hobby anfing, stellte ich einen fiktiven Knappen, Sivridus von Lichtenstein, dar. Dieser war in meiner Vorstellung der Sohn des letzten Burgherren zu Lichtenstein. Die Burg wurde 1298 zerstört, das ist ziemlich gut belegt. Das ist ja auch alles schön und gut, aber nach weiterer Recherche stellte sich heraus, dass es die beiden wirklich gab: Wittekind der 1. und der 2. von Lichtenstein. Ich wollte Wittekind dem Zweiten nicht einfach einen diten Bruder andichten (zwei Brüder sind belegt) weil das nicht gerade von dem Respekt gegenüber den damaligen Personen zeugt. Mir ist bewusst, dass ich mir ein sehr hohes Ziel gesetzt habe. Mir ist auch bewusst, dass nicht alle dieser Meinung sind, ich möchte mich auch mit keinem darüber streiten, wer Fragen oder Anregungen hat, kann sich aber gerne bei mir melden.

 

21.2.16

Andrej und ich

Rüsselsheim war genial! Teilnemer waren etwa 10 super tolle und hilfsbereite Darsteller, unter anderem z.b. Fabian, Andi und natürlich Andrej, der die veranstaltung organisierte. Er selbst trat als Buchhändler, Rechenmeister und Frankfurter Büchsenschütze auf. Andrej moderierte auch die Vorführung, z.b. Modenschau und die Vorführung über Büchsen. Seine Frau Andrea demonstrierte daneben Hygiene im Mittelalter, auf die man schon damals achtete (man lief nicht, wie uns Hollywood das glauben macht, in Lumpen gewickelt, barfuss durch die über und über mit Dreck übersähten Strassen). Andi (Andreas Franzkowiak), ein Mitglied von Bummsbrigade Hamborg, zeigte den Besuchern Feuerwerk, ein paar verteidigungs Waffen die an heutige Granaten erinnern und allgemein bei der Betrachtung der Waffen im Mittelalter stark vernachlässigt werden. Neben Fabian, der neben seinem 1320-Pojekt auch 15tes macht, zeigten noch etwa 6 andere anspruchsvolle Darsteller interessante Aspekte des Mittelalterlichen Lebens. Anlass für die Veranstaltung war die eröffnung der Ausstellung "Mittelalter und frühe Neuzeit" in der Festung Rüsselsheim. Die Festung wurde um 1479 erbaut, da die Darsteller die zeit um 1475, pluss minus 10 Jahre darstellen, passten sie genau ins Zeitfenster. Nachdem Andrej mich begrüsst hatte, er erkannte mich sofort, bekleitete ich in in das Obere Stockwerk, wo er mir zeigte wie man auf einem Rechenbrett Rechnet und mir eine Faksimilie des Wolfeger Hausbuchs in die Hand drückte. Er will mich eindeutig für das 15te gewinnen... und ich muss sagen, ich kann kaum wiederstehen... mal schauen was daraus wird... Wir assen im restoran einen Flammkuchen. Obwohl die Bedinungen in Gromi-kleidung gekleidet waren und der Tisch schön Rustikal mit Sackleinen und Stroh geschmückt waren (ja ich weiss, vor einem Jahr war ich auch noch nicht so A wie jetzt, siehe Blogeintrag vom 11.8. und vom 4.9.15., aber ich will mich in die andere richtung entwickeln!), schmeckte das Essen Lecker. Vielen Dank nochmal an Andrej, für seine stätige Hilfe und seine Netten Worten. Wenn jemand Authentiche Darsteller fürs späte 15te braucht, kann ich die Leute von Geschichtsfenster.de nur weiter entfehlen.

9.2.15

Liebe Leser, ich wollte nur kurz sagen das ich wieder im Lande bin! Am 23.1. Landete der Flieger in Frankfurt, nach einem Flug der im gegensatz zum letzten Flug (Blogeintrag vom 20.11.15.) ohne komplikationen und föllig ruhig ablief, soweit das mit vier Kindern, darunter ein sieben Monate altes Baby möglich ist ;). Das Wetter hier in Deutschland ist aber schon... sagen wir mal "anders", man muss sich nach drei Monaten strahlenden Sonnenscheins in Los Angeles erst wieder daran gewöhnen. In L.A. hatte ich viel Zeit meine Mittelalter ausrüstung zu vergrössern und zu verbessern, Bilder gibt es bald hier. A propos Mittelalter, ein bisschen OT: am 21. findet eine Burgbelebung mit 10 man auf der Feste Rüsselsheim statt, wer zeit und lust hat, in der nähe wohnt und mal richtig gutes Living history mit Andrej Pfeiffer-Perkuhn erleben möchte, kann ja mal vorbei schauen, ich werde auch anwesend sein :). 

26.1.16.

ein Photo zusammen mit Milow

Wir, bzw. meine Mutter und ihr Cabriolet von 1962 wurde wieder Gefilmt! Dieses mal für ein Musikvideo von Milow, einem in Deutschland nicht ganz unbekanntem Sänger. Nachdem wir also bei einer Freundin zum Frühstück eingeladen waren, ging es nach Downtown, wo wir von einem kleinen, Belgischem Filmteam erwartet wurden. Ein Man im Eisbären Kostüm begrüsste uns und weihte uns das Drehbuch ein: Es geht um einen Eisbären der von dem Nortpool kommt und irgendwo hin muss, wo habe ich vergessen, auf jeden Fall kommt er dabei durch eine Wüste, fährt auf einem Motorat und halt auch in einem Cabriolet, Baujahr 62 mit, der von Meiner Mutter gefahren wird mit. Wahrend getreht wurde wartete ich und meine ganze Familie (Vater Manni, Lumas, Kimon und der Sieben Monate alte Balian) zwei Stunden im Auto, was ziemlich anstrengend war. Zum schluss kam dann auch noch Milow persöhnlich vorbei und wir machten ein paar Bilder mit im.

Ps: Das Musikvideo kommt ende Februar raus, auf der oben verlinkten Webseite von Milow. Falls ihr seine Musik noch nicht kennt, ich empfehle sie sehr, erinnert mich irgendwie an Jason Mraz.

24.1.16.

ich mit neuem Gürtel. Dieses mal nicht für's Mittelalter...

Juchu! Gestern bekam ich beim Capoeira meinen siebten Gürtel verliehen. Normalerweise griegen alle kinder im Mai ihren Gürtel gemeinsam, da wir im Mai aber immer in Deutschland sind bekommen Lumas und ich immer kurz bevor wir nach Deutschland Fliegen unsere Gürtel verliehen. Nun ist der Siebte Gürtel nicht irgendein Gürtel sondern ist man wenn man ihn besitzt ein "Monitor" (wer sich den Namen ausgedacht hat weiss ich allerdings auch nicht), und man darf andere Kinder unterichten. Wenn man bedenkt das manche der (Hilfs)Lehrer erst den Zweiten oder Dritten Gürtel haben (aber halt Zehn mal so gut sind wie ich), ist das eine große Ehre. Doch die Brüfung viel auch entsprechent Schwierig aus: Erst spielte ich mit den Erwachsenen Berimbau, während Lumas in der Roda Capoeira spielte und danach seinen Ersten Gürtel verliehen bekam, was ein Grosser Moment für meinen Kleinen Bruder war. Danach Spielte ich auf dem Berimbau und Sang eine Ladainha, ein ellenlanges lied in Portugiesich welches manchmal eine ganze Geschichte erzählt und welches ich in Fünf Tagen Lernen sollte. Nachdem das geschafft war Spielte ich mit allen 21 anwesenden Kinder eine Kurze Party Capoeira, was sehr viel spass machte, mich aber auch ganzschön ins Schwitzen brachte. Nach einer Kurzen (meiner meiner meinung nach viel zu kurzen ;)) Verschnaufpause Spielte ich mit allen Erwachsenen und zum schluss mit unserem Mestre, dem Leiter unserer Schule und ein angesehener Meister des Capoeiras, welcher mir dann auch den Gürtel verlieh, ein Blau Grün Gedrehter Gürtel der mich zukünftig als Monitor (Nicht zu verwechsel mit Jeglichen Modernen Geräten ;)) auszeichnen sollte. Als ich mich dann erschöpft aber überglücklich auf den Boden warf kamen alle Kinder angerannt, gratulierten mir  und wünschten mir eine tolle zeit in Deutschland. Das war ein schöner Tag. 

14.1.16.

Dreh bei uns im Garten

Dafür dass das der erste Blogpost im neuen Jahr ist, ist das Thema nicht so Spetakulär, zumindest für uns nicht: Wir wurden gefilmt. Eine Zehn Minütige Doku für eine Talkschow über arten wie man seine Kinder erziehen kann, und mit Chelsea Handler, irgend so einer Promiwasweissich aus Hollywood, als Moderatorin. Die Crew war aber relativ Groß, Fünfzen Leute mit zwei Riesen Kameras und allem was dazu gehört. Die Talkshow erscheint im April auf Netflix.com.

Ps: Ich habe beschlossen mehr zu Bloggen, vorallem über mein Mittelalter-Hobby, also nicht wundern wenn hier bald irgend etwas über meine neuen Ausrüstungsgegenstände zu Lesen ist.

22.12.15.

Am Freitag war hier in Los Angeles "Homeschooling Holiday", das heist das die Museen für Homeschooler, also Familien die ihre Kinder wie wir zuhause unterichten, billiger geöffnet waren. Wir waren also am 18. im Aquarium, nicht im Aquarium das im Wohnzimmer steht sondern in einem der sechs besten der Welt, wo es fast alle meerestiere die hier an der Küste leben gibt: Von Roben und Seelöwen über Haie und Rochen, die man beide (als Babys) anfassen konnte, bis hin zu Seesternen und Pinguine (richtig bemerkt, die leben nicht hier vor der Küste). Es gab aber auch ein Gehäge mit Papageien, in das man sogar reingehen und die Papageien Füttern konnte. Im innenbereich gab es grosse becken, in denen allerlei Tiere waren und auch ab und zu Taucher nach dem rechten schauten. In einem anderen bereich gab es kleinere Meerestiere wie z.b. Seepferdchen, Anemonenen und Quallen.

Gestern Abend hatte ich keine zeit mehr zum schreiben und da ich keinene neuen Update schreiben will, mach ich diesen einfach länger: Gestern waren wir im Science-Center, einem Museum für Wissenschaft in dem es viele Mitmachaktione gibt. Ein besonderes Thema ist zurzeit die Raumfahrt, zu dem wir uns gestern auch eine ausstellung anschauten, in der z.B. die Schwerlosigkeit erklärt wurde. Im ausenbereich wurden Meerestiere und deren Lebensweise erklärt, aber da wir ja erst im Aquarium waren hielten wir uns dort nicht lange auf. Lumas und Kimon hatten besonders viel spass an einer Mitmachaktion bei der man Tischtennisbälle auf verschieden arten, zb durch mini-Katapulte oder kleinen Krähnen, zu einem großen Loch in der mitte transportieren musste. Achja, etwas hätte ich fast vergessen: MARRY CHRISTMAS EVERYONE, UND GUTEN RUTSCH! Bil folgt...

12.12.15.

Schnää in L.Ä.

Heute schreibe ich über Schnee! Ist ja an sich nichts Besonderes, aber hier in Los Angeles schon, und ausserdem ist es eine gute Gelegenheit, meinen Blog ein wenig aufzufrischen! Heute gab es nämlich in der Marina echten (künstlich hergestellten) Schnee! Für ein kalifornisches Kind mag dass "the Time of their Lifes" gewesen sein, aber für ein deutsches..., naja (obwohl wir in den letzten Jahren ja auch nicht viel Schnee hatten!). Trotzdem hatten meine kleinen Brüder viel Spass beim Schlitten fahren. Aber es gab nicht nur Schnee: es gab auch eine Schlittschuhbahn, hinter der eine zwanzig Meter lange Schlange stand. Nur schade, dass die Bahn aus Plastik war.

Da am Abend ein Feuerwerk und eine Bootsparade stattfinden würde, beschlossen wir nach Hause zu fahren und mit dem Auto wieder zu kommen (wir waren mit dem Fahrad da). Als wir uns wärmer angezogen hatten und wieder gehen wollten bemerkten wir, dass wir den Schlüssel im Haus vergessen hatten! Na toll! alle Türen und Fenster waren zugeschlossen und als meine Mutter versuchen wollte eines der Fenster aufzugriegen, brach es und sie schnitt sich in den Finger. Endlich am Hafen angekommen, mussten wir erstmal einen Parkplatz finden. Schliesslich parkten wir einfach irgendwo und nachdem mein Vater uns alle raus gelassen hatte, suchte er einen richtigen Parkplatz. In all der Zeit hatte dass Feuerwerk schon längst angefangen und wir konnten es nur noch auf dem Weg dorthin sehen, es war aber trotzdem schön. Wir schauten uns einen Teil der Bootsparade an und gingen am Hafen entlang langsam zum Auto. Zuhause gab es Strammen-Max und jetzt freue ich mich über ein warmes, kuscheliges Bett.

20.11.15.

Halloween in Los Angeles

Endlich komme ich mal wieder zum bloggen, in den letzten Wochen hatten wir viel zu tun denn am 28.10. gings wieder nach LA, in das Land der Treume... Naja der Flug war nicht so traumhaft: Erstmal fuhren wir mit dem Auto nach Frankfurt a.M. und kurz danach gab es auch schon probleme denn wir stiegen am falschen Terminal aus. Nach endloser rennerei kamen wir im Flugzeug an, dieses flog jedoch nicht nach LA sondern nach Charlott, wo wir dann umsteigen wollten. Dass ist leichter gesahgt als getahn: wir verpassten den anschlussflug. Also mussten wir zwei Stunden warten, und dass mit drei Erwachsenen (unsere mitarbeiterin Dana kam mit) und vier übermüdeten kindern.

Als wir nach insgeammt 24 Stunden um halb elf (nachts) zuhause ankamen gingen wir als erstes Essen einkaufen, denn der Kühlschrank war leer. Wir hatten glück denn der Supermarkt machte um zwölf zu! Am nächsten Tag fing dann dass auf- und umreumen an. Als dann Halloween vor der tür standt musste ich mir überlegen als was ich gehen würde. Ich kramte ein Piratenhut und einen Plastiksäbel aus unserer Verkleidungdkiste, band mir ein T-shirt um den Bauch, zog die Stiefel meiner Mutter an und schonn war ich ein richtiger Pirat. Naja, fast...

22.10.15.

Schiefes Wandern...

Am 11.10 war ich wieder auf Wanderschaft: 14km in mittelalterlicher Kleidung, von hier bis nach Philippstein. Aber ich war natürlich nicht alleine, den meine Grosscousine (siehe update vom 11.8.15.) und mein Freund aus Aachen kamen mit. Dieses mal war ich mit schwererem Gepäck und sogar mit authentischen und selbstgemachten Schuhen unterwegs, dafür war die Strecke weniger als halb so lange als letztes mal (update vom 9.7.15.). Das ich soviel mitgenommen habe, alles was man braucht und nicht braucht, sollte ich noch bereuen. Im Gegensatz dazu hatte ich mit den Schuhen (fast) keine Probleme, sie sind mir nur eine Nummer zu gross geraten. Naja besser als zu klein. Doch was will den der Singa aus'm Wald überhaupt in Philippstein? Erst einmal meinen anderen Freund besuchen, dessen Familie dort ein Gasthaus betreibt, zum anderen die dortige Burg besichtigen, sie war eine der Östlichsten Festungen der Grafen zu Nassau im 14.jh, denn Philippstein lag genau an der Grenze zu Solms-Braunfels. Bis jetzt wollte ich nächstes Jahr wen der Historiche Handwerkermarkt Lich stattfindet, dort hin Laufen, aber ich glaube ich möchte doch lieber Reiten... Oder Fahren? Wir werden sehen.

EDDIT vom 14.1.16.: oben das Bild ist nicht mehr aktuell, manche Ausrüstungsgegenstände wurden ersetzt oder den neuen Forschungsergebnissen angepasst.

4.9.15.

Schild von "Opus Manuum"

Nun berichte ich euch mal etwas über das "Spektakulum" in Braunfels. Dieses fand vom 28 bis zum 30.8. statt, ich war an dem Samstag da, und nicht nur ich: meine Mutter, meine Oma und meine drei Geschwister fanden zeit mich zu begleiten.

Schon kurz nach dem wir den Markt betreten hatten, entdeckte ich die nette Frau, die auch schon in Freudenberg ihre wunderschönen Laternen verkaufte. Und Lumas (der Älteste von meinen 3 Brüdern) wollte unbedingt eine haben. Nur schade, dass er nur 2,50€ mitgebracht hatte. Als wir weiter gingen, kamen wir an einem der vielen Lager vorbei, wo die Darsteller lebten. Dort lernte ich Siggi von der Gruppe "Opus Manuum" kennen, mit dem ich ein interessantes Geschpräch führte. Dabei stellte sich heraus das es die "Dilltal Germanen" so gar nicht mehr gab, sondern dass sie sich in mehrere Gruppen aufgelöst hatten, darunter auch in Opus Manuum. So, dann ist ja jetzt auch das "Phänomen von Freudenberg" gelöst (siehe das Update vom 11.8.15.). Nachdem wir uns das Turnier angeschaut hatten, und ich meine schwere Hirnhaube mit Kettengeflecht in den Kinderwagen legte, weil sie so schwer war und weil es dazu noch 30° heiss war, gingen wir noch ein bisschen auf dem Markt spazieren, und Lumas konnte, bei dem "Marmeladen-Pfarrer", seine 2,50€ doch noch los werden. Als wir uns alles angeguckt hatten gingen wir in die Eisdiele beim Schloss und jeder, ausser der 13 Wochen alte Balian ;-), durfte sich zwei Kugeln Eis aussuchen. mehr Info über das Fest gibt es hier

11.8.15.

Kimon im Karussell

Gestern kam ich von Haiger zurück, und nein ich bin nicht gelaufen (siehe Update vom 9.7.15.)! Ich war nämlich mit Jenny, meiner Großcousine in Freudenberg auf den Ritterspielen. Doch wie hörte ich überhaupt von diesem "Spektakelum"? Ganz einfach: als ich mal wider auf die Webseite der Dilltal Germanen schaute, entdeckte ich unter "Termine" das Banner der Ritterspiele, und weil ich schon die Märkte in Dillenburg und in Greifenstein versäumte, und weil ich die eben genannte Gruppe schon immer mal kennen lernen wollte, fragte ich meine Eltern ob ich mit ihnen am Samstag nach Freudenberg fahren könnte. Aber das ging nicht weil wir an genau diesem Tag zwei Hochzeiten (gleichzeitig) erwarteten. Also mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Die Lösung sah so aus: ich würde bis ca. 23 Uhr aufbleiben und dann mit einer unserer Angestellten, die in der Nähe von Haiger wohnt mitfahren. Gesagt getan, als ich bei meinen Großeltern ankam (und nicht bei der Jenny, weil sie war nicht zuhause), die ja auch in Haiger wohnen, ging es dann aber sofort ins Bett. Am nächsten Tag holte mich Jenny ab, und wir fuhren nach Freudenberg. Dort angekommen war ich positiv überrascht: auch wenn es wenig mittelalterlich war, das heißt mit Steckstühlen, Kilts und Niederländichen Klompen, (das hatte ich eh erwartet) so war ich doch erstaunt wie viel Mühe man sich gegeben hat. Ich kaufte mir eine sehr schöne, handgemachte Rohautlaterne, die genau in "meine Zeit" passt. Doch die Dilltal Germanen traf ich nicht: Entweder sie waren schon am Samstag abgereist oder sie hielten sich versteckt ;-). Wir blieben bis ca. 17:30 Uhr und guckten uns alle drei Turniere an. Hier noch ein Lob an den Herold, sowie an die Ritter mit ihren Knappen, das haben sie wirklich toll gemacht. Danach aßen wir in der Eisdiele in Haiger ein Eis und ich übernachtete noch eine Nacht bei der Jenny, die mich am nächsten Tag nach Hause brachte. Ein sehr schönes Wochenende. Mehr Informationen unter Lanzenritter.de. 

5.8.15.

Spiel und Spass bei den "Tippi-Tagen"

Vor Einer Woche fingen die Ersten Tipi-Tage an, eine von uns geleitete Ferienfreizeit die zweimal im jahr stadt findet: in der Ersten und der Letzten (Hessichen) Ferienwoche von Mittwoch bis Freitag. Immer so um die 50 Kinder die zwischen Acht und Zwölf Jahre alt sind, nehmen daran teil. Die Einladung fand, wie immer durch die W.N.Z. stadt, und auch dieses mal konnten wir vier Tipi-Zelte mit Kindern füllen (aber nicht "Fünf" wie die Zeitung es Beschreibt!), in denen sie auch übernachteten. Und nicht nur sie: Ich war auch mittendrin dabei (als Betreuer ;-). Wir alle (Kinder und Betreuer) hatten sehr viel spass, und ich sah viele Alte Freunde wieder und lernte viele neue Freunde kennen.

Dieses mal gab es nicht so viel "Unterhaltung" von den Erwachsenen, was auch gut so war weil hier im Wald gibt es sooo viel zu Spielen, das man immer was zu tun hat. Wen ihr Lust habt, euch ein paar Fotos und ein Tolles Video anzuschauen, schaut doch mal bei der Homepage der W.N.Z vorbei.

 

1.8.15.

Mestre Palao und Mestre Amen

Jetzt Schreibe ich mal etwas über das Mannifest, welches vom 20 bis zum 26.7 statt fand. Unter der Woche wurden viele Workshops angeboten, z.B. Capoeira, Schnitzen, Trommeln, Samba, Akrobatik, Berimbau und mehr. Dieses Jahr haben wir es geschafft unsere Capoeiristas aus L.A. (Capoeira batuque) hier her zu bringen, und und weil Mestre Amen Santo in dieser Kampfsportart eine Bekannte Persönlichkeit ist kamen im laufe der Woche noch Sechs andere Meister aus der Ganzen weiten Welt. Unter ihnen z.B. Mestre Boa Gente und Mestre Paulao Ceara. Doch auch aus Frankfurt, Giessen und anderen Orten hier in der Gegend kamen Lehrer mit ihren Schülern. Abends gab es dann Entspannte Musik am Lagerfeuer, mit Aleks, einem Deutschstämmigen Freund aus Californien (Aleks' Webseite, nicht erschrecken: mit Soundtrack). Und auch ich spielte ein paar meiner eigenen Lieder und Unterstützte Aleks mit meiner Kachon.

Für die die es nicht wissen Erkläre ich jetzt noch einmal kurz was Capoeira eigentlich ist: Im Prinzip ein Kampfsport in dem auch Tanz Elemente eingebaut sind. Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Es wird heutzutage zwischen zwei Hauptrichtungen unterschieden: Dem „alten“ Capoeira Angola und dem „modernen“ Capoeira Regional. Zum Spielen -nein ich habe mich nicht verschrieben man nennt es tatsächlich "Spielen" und nicht "Kämpfen"- wird ein Halbgreis gebildet (die so genannte roda), und die offene Seite von der "Band" ausgefüllt, welche je nach art (Angola oder Regional) anders aussieht: in der Mitte Spielen dann die Capoeiristas. Mehr unter Wikipedia. Insgesamt war das Fest anders als die vorherigen doch nicht weniger schön. Führ mehr Information schau doch mal bei Manni-Fest.de vorbei.

24.7.15.

Mein selbstgemachtes Messer

Am 16.7. war ich für fünf Tage in Hockenheim, in der nähe von Mannheim. Nun jetzt stehen wir vor einer Frage: was will der Singa den so lange in Hockenheim, es liegt ja von hier immerhin Rund 170 km weit weg?! Ganz einfach, ich wollte Messermachen lernen! Doch fangen wir von vorne an: ich Interessiere mich ja schon lange für das Mittelalter und weil (nicht nur) im Mittelalter das Messer ein unerlässlicher Begleiter war, wollte ich mich mit dieser alten Kunst schon immer mal Vertraut machen. Also fragte ich meine Eltern und sie fragten Reinhold Vögele von Nordmesser.de, ein Guter Freund von uns ob das ok wäre. Zwei Tage Später Ging`s los, erst mit dem Auto nach Giessen, dann mit dem Bus nach Mannheim und dort wurde ich dann abgeholt. Es war schon Später Nachmittag und deswegen Arbeiteten wir nichts mehr. Am Nächsten Tag fingen wir an zu Werkeln und siehe da das Messer war bis zum Mittagessen fertig als wir nichts mehr zu tun hatten beschloss Reinhold das wir auf das Freiensheimer Stadtmauerfest Fahren. Als wir angekommen sind liessen wir uns Sagen das das Fest erst zwei Stunden Später Anfängt. Na toll. Wir Fuhren also nach Bad Dürkheim, das Riesenfass angucken, wo 1.700.000 lit. reinpassen würden. Anschliessend Spielte ich an der Isenach. Insgesamt wahr es ein sehr schöner Tag.

Ein Tag darauf (Samstag) nähten wir die Messerscheide und am Abend gingen wir auf ein Strassenfest, dort lernte ich ein paar Kinder kennen mit denen ich auch am nächsten Tag Spielte. Am Montag hatten wir viel zu tun: wir mussten die Ganzen Messer und das Zelt ins Auto Laden warum? Weil der Reinholt mit mir nach Hause Fahren würde um bei dem Mannifest (siehe Nächsten Update) seine Messer zu Verkaufen. Das wahr dann auch schon der letzte Tag in Hockenheim, am Reihn.

 

13.7.15.

Beim Schülerkonzert

Letzen Sontag war es wieder soweit: Das Schülerkonzert meiner Musikschule fand statt und natürlich war ich wieder dabei. Ich spielte eins meiner eigenen Lieder auf dem Keyboard und zusammen mit anderen Schülern auch ein Coverlied (Hold my Hand, Michael Jackson). Wir hatten alle viel Spass und nächstes mal bin ich bestimmt wieder mit von der Partie.

9.7.15.

Wandern ist des Knappens Lust

Am Montag startete ich ein anstrengendes Experiment: ich wollte in mittelalterlicher Gewandung und mit Gepäck von hier bis nach Haiger laufen (ca. 35 km) wo meine Oma wohnt.

So etwas wollte ich schon lange mal machen, nur fand ich keine Gelegenheit. Diese bot sich, als eine junge Dame mit einem riesen Rucksack in die Gaststätte kam und um etwas zu trinken bat. Nach dem sie versorgt war, fragten wir sie, wo sie her käme und warum sie so viel Gepäck dabei hatte. Sie sagte, sie wäre von der Schweiz hier her GELAUFEN und wollte noch bis zur NORDSEE !! Weil sie sehr sympathisch und nicht in Eile war, blieb sie eine Woche. Irgendwann beim Mittagessen sagte ich aus Spass, dass sie ja vielleicht bei meiner Oma vorbei kommt, meine Mutter hatte die Idee, dass ich ja mitlaufen könnte- ich willigte ein und schon war es geschehen. Am nächsten Tag ging es dann los; nach einer 1/3 Stunde waren wir in der nächsten Ortschaft. Mit dem Auto braucht man zwei Minuten, da lernt man die moderne Welt zu schätzen. Weiter ging es durch Wald und Wiese, bis wir endlich in Gunthersdorf angelangt sind, wo wir erstmal unsere Wasserflaschen auffüllten und Rast machten. Ich sagte mir: ich habe schon 2/4 geschaft und muss nur noch 1/2 schaffen.

Weiter geht's. Zwei Stunden später kamen wir in Medenbach an, wo wir auf ein Eis hofften, doch wir mussten uns belehren lassen, das es in so einem kleinen Dorf noch nicht mal einen Supermarkt gibt, von einer Eisdiele ganz zu schweigen. Naja, wenigstens waren die Leute nett. Meine Beine schmerzten schon, aber ich wollte nicht aufgeben. Nach gefühlten vier Stunden (in echt waren es nur zwei - komisch, immer diese zwei) waren wir eeendlich da! Es hat ganz viel Spass gemacht aber trotzdem - so schnell mach ich das nicht wieder!